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Panorama Fähre havariert: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Sabotage-Verdachts
Nachrichten Panorama Fähre havariert: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Sabotage-Verdachts
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15:41 25.10.2018
Irish Ferries wartet weiter auf "W.B.Yeats" von FSG l Quelle: Frank Behling
Flensburg

Nach dem Vorfall hat die Werft bei der Staatsanwaltschaft Flensburg Strafantrag gestellt. „Wir ermitteln gegen Unbekannt. Der Tatvorwurf lautet Sachbeschädigung“, bestätigte Oberstaatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt.

Nach Informationen der „Kieler Nachrichten“ wurde am 17. Oktober ein Auslassventil im Kühlwasserkreislauf des Motors Nummer 3 geschlossen. Dies hatte innerhalb kurzer Zeit eine Überhitzung des großen Dieselmotors zur Folge und führte zu schweren Schäden.

Werft erstattet Strafanzeige

Zunächst untersuchte die Werft intern die Havarie. Nachdem alle Fakten zusammengetragen wurden, entstand der Verdacht, dass das Ventil vorsätzlich geschlossen wurde. Am 22. Oktober erstattete die Werft deshalb Strafanzeige.

Die Werft wollte die Fähre „W.B.Yetas“ eigentlich in dieser Woche auf Probefahrt schicken. Das musste jedoch verschoben werden. Gegenwärtig arbeiten Techniker der Werft zusammen mit dem Lieferanten der Motorenteile an einer Behebung des Schadens. Es sei weiterhin geplant, die Fähre noch im Oktober auf Probefahrt zu schicken, so ein Sprecher der Werft auf Nachfrage.

Ermittlungen auf der Werft

Die Bezirkskriminalinspektion Flensburg führt die Ermittlungen auf der Werft. Beamte befragen Zeugen und sichern Beweise. Im Zuge der Ermittlungen soll jetzt geklärt werden, wer für das Sperren des Ventils verantwortlich war. Ein Versehen oder einen technischen Defekt schließe man aus, so der Werftsprecher.

Die „W.B. Yeats“ ist das größte bislang in Flensburg gebaute Schiff. Die 195 Meter lange und 31 Meter breite Kreuzfahrtfähre war im Januar vom Stapel gelaufen und sollte eigentlich Mitte Juli für die Irish Continental Group in den Liniendienst zwischen Irland und Frankreich gestellt werden. Da dieser Ablieferungstermin nicht gehalten wurde, muss die Werft bereits seit August eine tägliche Konventionalstrafe zahlen.

Von Frank Behling/KN/RND

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