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Panorama Keine Hinweise zu Wedel-Übergriffen beim NDR
Nachrichten Panorama Keine Hinweise zu Wedel-Übergriffen beim NDR
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16:49 23.02.2018
Der Regisseur Dieter Wedel Quelle: dpa
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Hamburg

Der NDR hat eine Zwischenbilanz seiner internen Untersuchung im Fall Dieter Wedel gezogen. Bisher seien keine Belege für mögliche sexuelle Übergriffe oder strafbare Handlungen des Regisseurs gefunden worden, teilte der Sender am Freitag in Hamburg mit. Laut NDR war Wedel an 47 Auftrags- und 22 Eigenproduktionen des Senders beteiligt, von Serien-Episoden bis zu mehrteiligen Fernsehfilmen.

Die älteste Produktion stammt demnach aus dem Jahr 1969, die jüngste sei 1991 entstanden. Das Redaktionsarchiv enthalte noch Unterlagen zu insgesamt 16 Produktionen. Alle anderen Akten seien im Einklang mit den gesetzlichen Fristen nicht mehr vorhanden. Außerdem habe es auch Gespräche mit Produktionsbeteiligten gegeben.

Der Sender will den Angaben zufolge noch Honorarabrechnungen von freien Mitarbeitern prüfen, die bei Wedel-Produktionen mitwirkten. Die Unterlagen befänden sich in einem externen Aktenlager und seien angefordert worden. Es sei noch offen, ob sich daraus weitere Erkenntnisse ableiten ließen.

Auch das ZDF hat keine Hinweise zu Übergriffen Wedels gefunden

Im Januar hatte die Wochenzeitung „Die Zeit“ über Anschuldigungen mehrerer Schauspielerinnen berichtet, die dem heute 75-jährigen Regisseur Übergriffe am Rande von Dreharbeiten vorwerfen. Sie reichen von Machtmissbrauch bis hin zu sexueller Nötigung und Vergewaltigung. Die mutmaßlichen Fälle liegen mehrere Jahrzehnte zurück. Der Regisseur bestreitet die Darstellungen.

Die „Zeit“ berief sich in ihrer Berichterstattung unter anderem auf Akten aus dem SR-Archiv, aus denen hervorgeht, dass die Vorwürfe einer Schauspielerin gegen Wedel in den 80er-Jahren bei Produktionsfirma und Sender bekannt waren. Die Wochenzeitung berichtete auch über eine anonym bleibende Schauspielerin, die Wedel vorwirft, sie 1975 am Rande der Dreharbeiten zu der NDR-Serie „Pariser Geschichten“ vergewaltigt zu haben.

Mehrere Sender und Produktionsfirmen hatten im Zuge der Vorwürfe angekündigt, Unterlagen nach Hinweisen auf mögliche Übergriffe zu sichten und mit damals Beteiligten zu sprechen. In der vergangenen Woche hatte bereits das ZDF mitgeteilt, keine Hinweise auf mögliche sexuelle Übergriffe von Wedel gefunden zu haben.

Von RND/epd

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