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Panorama Luxus-Wolkenkratzer versinkt weiter im Boden
Nachrichten Panorama Luxus-Wolkenkratzer versinkt weiter im Boden
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17:40 16.10.2017
Der Millennium Tower droht weiter abzusinken. Quelle: dpa
San Francisco

2015 zeigten die Radarmessungen des europäischen Satelliten „Sentinel-1“ erstmals, dass der imposante Millennium Tower seit seiner Fertigstellung im Jahr 2008 um satte 40 Zentimeter abgesunken und dadurch in Schieflage geraten war. In den letzten zwei Jahren sollen laut The Independent gut sechs Zentrimeter dazu gekommen sein. Dadurch lehnt der knapp 200 Meter hohe Wolkenkratzer noch mehr in Richtung des Salesforce Towers, der auf gegenüberliegenden Straßenseite derzeit errichtet wird.

Der Millennium Tower ist das vierthöchste Gebäude und höchste Wohnhaus in der kalifornischen Metropole. Er beherbergt auf 58 Stockwerken insgesamt 366 Apartments, deren Durchschnittspreis bei stolzen 1,5 Millionen Dollar gelegen haben soll. Das größte Penthouse wurde damals für 10,2 Millionen Dollar verkauft.

Auf dem Bürgersteig vor dem Millennium Tower verläuft ein großer Riss, der vom seitlichen Absacken des Hochhauses rührt. Quelle: dpa

Das Projekt klang wie eine sichere Wertanlage in einer Stadt, die seit Jahren einen unglaublichen Immobilienboom erlebt. Das gesamte Gebäude war durch und durch als Luxus-Immobilie geplant. So stehen den Bewohnern des Hochhauses ein eigener Clubbereich mit Weinkeller und Restaurant, eine 230 Quadratmeter große Lounge inklusive Kino, ein großes Fitness-Center sowie ein Schwimmbecken mit Whirlpool zur Verfügung.

Das hilft jedoch alles nichts, wenn der Wohnturm weiter zu versinken droht. Zunächst hieß es, Pfusch am Fundament könne die Ursache sein. Das verantwortliche New Yorker Bauunternehmung Millennium Partners argumentiert jedoch, dass nicht ihre Konstruktion, sondern die umliegenden Bauarbeiten Schuld seien. So sei beim Bau eines neuen Bahnhofs (dem Transbay Transit Center) zu viel Wasser aus dem Boden abgepumpt worden. Das habe dazu geführt, dass auch unter dem Wolkenkratzer der Wasserspiegel sank und der darunterliegende Sand komprimiert werden konnte.

Der Wohnturm liegt in einem teuren Viertel. Quelle: dpa

So oder so: Die Wohnungseigentümer fühlen sich betrogen. Eine Gruppe von ihnen will nun rechtlich vorgehen. Sie verklagen sowohl Millennium Partners als auch die Planer des Transbay Transit Centers und fordern eine Entschädigung für den Wertverlust ihrer Immobilien. Denn mittlerweile sollen die Wohnungen im Schnitt „nur noch“ 320.000 Dollar wert sein.

Zwar bestehe laut einer Inspektion durch die städtische Baubehörde im Januar 2017 derzeit keine Einsturzgefahr. Die Frage ist jedoch, wie lang diese Einschätzung noch gilt, wenn der Wolkenkratzer jährlich weiter im Boden versinken sollte.

Von RND

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