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Meteoriteneinschlag: Hunderte Verletzte in Russland

Schule betroffen Meteoriteneinschlag: Hunderte Verletzte in Russland

Beim Einschlag eines Meteoriten in Russland wurden mehrere Hunderte Menschen verletzt. Mindestens zehn Kinder sollen darunter sein. Die Druckwelle war so enorm, dass die meisten Verletzten von Scherben zersplitterter Scheiben getroffen worden sind.

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Teile eines Meteoriten sind am Ural eingeschlagen und haben zahlreiche Häuser beschädigt.

Quelle: dpa

Moskau. Eingeschlagen ist der Meteorit im Gebiet Tscheljabinsk im Uralgebirge. Bisher sind die Angaben über die Zahl der Verletzen unterschiedlich. Rund 150 Menschen seien betroffen, heiß es."Schwere Verletzungen hat niemand erlitten. Hauptsächlich geht es um Schnittwunden durch Glassplitter", teilte das Pressezentrum des Innenministeriums laut der Nachrichtenagentur RIA Novosti mit. Unter den Verletzten seien auch Kinder.

Der Fernsehsender Russia Today bezifferte die Zahl der Verletzten auf 400. Auf der Internetseite des Senders waren Aufnahmen des Meteoriten-Einschlags zu sehen. Auch bei Youtube ist der Meteoriteneinschlag zu sehen. Ein russischer Nutzer hat ein Video hochgeladen.

Ein gleisend heller Himmelskörper rast auf die Erde zu und zieht einen weißen Kondensstreifen hinter sich her. Auf Bildern, die offenbar von einer Überwachungskamera an einer Straßenkreuzung stammten, war zu sehen, wie es plötzlich sehr hell wird. Der Boden habe gebebt und Fensterscheiben seien zersprungen, zitierte die britische Rundfunkanstalt BBC Bewohner der Stadt Tscheljabinsk.

"Es gibt Hinweise auf eine Explosion in etwa 10.000 Metern Höhe", sagte der Sprecher des regionalen Zentrums des Zivilschutzministeriums im Ural RIA Novosti. Die Stadtverwaltung von Tscheljabinsk rief auf ihrer Website die Bürger auf, ihre Kinder aus den Schulen abzuholen und ihre Häuser danach nicht mehr zu verlassen, wie es in dem Bericht weiter hieß.

Die Einrichtungen von Rosatom in der Region seien von dem Meteoritenschauer nicht beeinträchtigt worden, berichtete RIA Novosti unter Berufung auf einen Sprecher des staatlichen Nuklearunternehmens. In der Ural-Region befindet sich das größte Atommüllverwertungskombinat Majak. Allerdings sei im Gebiet Tscheljabinsk das Dach und die Mauer einer Zinkfabrik durch die Detonationswelle beschädigt worden, berichtete RIA Novosti unter Berufung auf das Innenministerium.

Insgesamt seien in mindestens sechs Städten in der Region rund 1500 Kilometer östlich von Moskau Schäden an Gebäuden festgestellt worden, hieß es. Die Meteoritenteile seien in zahlreiche Häuser eingeschlagen und hätten Dächer und Scheiben zertrümmert.

Mit dem Asteroiden, der an diesem Freitagabend knapp an der Erde vorbeirasen wird, hat der Einschlag am Uralgebirge nach Angaben deutscher Weltraumexperten nichts zu tun. "Das ist etwas völlig anderes", sagte ein Sprecher der europäischen Weltraumagentur Esa am Freitagmorgen auf Anfrage. "Flugbahn und Ort des Anschlages sprechen dagegen."

dapd/dpa

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