Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Panorama Oscar-Preisträger Geoffrey Rush gewinnt Verleumdungsklage gegen australische Zeitung
Nachrichten Panorama Oscar-Preisträger Geoffrey Rush gewinnt Verleumdungsklage gegen australische Zeitung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:39 11.04.2019
Nach dem Gerichtsurteil stellt Geoffrey Rush sich den Vertretern der Presse. Quelle: Getty Images
Sydney

Wegen eines Zeitungsberichtes über eine angebliche sexuelle Belästigung bekommt der australische Schauspieler und Oscar-Preisträger Geoffrey Rush (67) umgerechnet 540.000 Euro Schadensersatz zugesprochen. Ein Gericht in Sydney urteilte am Donnerstag, dass der australische „Daily Telegraph“ 2017 nicht mit der erforderlichen Sorgfalt gearbeitet habe.

Laut dem Urteil wurde Rush 2017 in zwei Geschichten und auf einem Plakat rufschädigend dargestellt. Das Blatt hatte unter Berufung auf die Schauspielerin Eryn Jean Norvill behauptet, dass Rush die Frau während einer Theaterproduktion von „König Lear“ zwischen 2015 und 2016 sexuell belästigt habe.

Lesen Sie auch:
Belästigungsvorwürfe: Geoffrey Rush weint vor Gericht

Rücksichtsloser Sensationsjournalismus?

Er selbst bestreitet bis heute die Vorwürfe. Auch das Gericht sieht die Verleumdung als erwiesen an. Der zuständige Richter Michael Wigney sprach von „rücksichtlosem und unverantwortlichem Sensationsjournalismus der übelsten Art“.

Eryn Jean Norvill Quelle: Getty Images

In dem Prozess sagte Norvill zugunsten des „Daily Telegraph“ aus und erklärte, dass Rush sie während der Arbeiten am Stück mit einer Hand an der Seite ihrer rechten Brust hinunter bis zur Hüfte angefasst habe. Der Filmstar wies die Vorwürfe zurück. Am Donnerstag sagte der Richter, aus seiner Sicht sei die Aussage der Schauspielerin weder glaubwürdig noch zuverlässig zu bewerten.

Ein Fall ohne Gewinner

Nach dem Erfolg vor Gericht sagte er: „Es gibt in diesem Fall keine Gewinner. Das war extrem peinlich für alle Beteiligten.“ Der „Daily Telegraph“ des Verlags News Corp. Australia teilte mit, das Urteil sei enttäuschend – besonders die Angaben zu Norvills Aussage. „Wir sind mit der Kritik (des Richters) an ihr nicht einverstanden und unterstützen sie voll und ganz.“

Die Anhörungen des von Rush angestrebten Verfahrens gegen den Verlag und den Journalisten fanden bis November statt. Zusätzlich zu der Entschädigungssumme von 540.000 Euro dürfte Richter Michael Wigney dem Filmstar bei einem weiteren Gerichtstermin im Mai noch eine Sonderentschädigungssumme zusprechen sowie die Kosten bekanntgeben.

Von „Shine“ bis „Kings Speech“

Rush hatte 1997 für seine Rolle in „Shine – Der Weg ins Licht“ den Oscar als bester Hauptdarsteller gewonnen. Mehrfach war er nominiert, zum Beispiel für „Shakespeare In Love“ und „The King’s Speech“. Bekannt ist Rush auch durch „Fluch der Karibik“.

Lesen Sie auch:

Von RND/dpa/ap

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Teile eines neu in Leipzig eröffneten „Konsum“-Supermarktes sind in der Nacht zerstört worden – wenige Stunden nach der Eröffnung. „Verdrängung“ sei dafür ihr Motiv gewesen, schreiben die mutmaßlichen Täter im Internet. Sie wollten offenbar noch deutlich mehr Schaden anrichten.

12.04.2019

Ein 43-Jähriger wurde von Nachbarn gestellt, nachdem er Frauenunterwäsche von einer Wäscheleine gestohlen hatte. Bei der Überprüfung des Wäsche-Diebs stellte die Polizei sieben Tüten voll Damenunterwäsche in dessen Wohnung sicher.

11.04.2019

Einer 28-jährigen Frau sind vier Schmalbienen ins linke Auge geflogen, ohne dass sie es bemerkte – was dann passierte.

11.04.2019