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Panorama Reißt Kolumbus für Prince ab!
Nachrichten Panorama Reißt Kolumbus für Prince ab!
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14:46 05.09.2017
Pop-Star Prince. Quelle: dpa
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St. Paul

Die meisten Menschen sehen in Christoph Kolumbus einen großen Seefahrer. Vor allem wegen der Entdeckung Amerikas 1492 ist er zu einer Legende geworden. Und Legenden werden mit Denkmählern geehrte. In der Hauptstadt des US-Bundesstaates Minnesota, St. Paul, steht deshalb eine opulente Statue des Entdeckers. Doch Kolumbus ist nicht unumstritten: Ihm wird Versklavung und Massenmord an der indigenen Bevölkerung vorgeworfen. Deshalb sind sich viele sicher: Die Kolumbus-Statue muss weg.

Mit einer Petition fordern die Kolumbus-Kritiker, die Statue vor dem Parlament des Bundesstaates in der Hauptstadt St. Paul abzubauen – und haben auch einen Alternativvorschlag: Die Initiatoren wollen an der Stelle dem verstorbenen Pop-Star Prince ein Denkmal setzen.

Petition soll 4000 Menschen erreichen

„Statt einen Mann zu glorifizieren, der Schwarze und Ureinwohner auslöschen wollte, sollten wir Mitglieder unserer Gesellschaft ehren, deren Führung wir inspirierend finden“, heißt es im Petitionstext. Prince, der in Minnesota zur Welt kam und starb, verkörpere die Werte des US-Staates besser als Kolumbus, „einem Mann, der Schwarze und Ureinwohner ermordet, vergewaltigt und versklavt hat“. In den ersten zwei Tagen unterzeichneten die Petition rund 3700 Bürger – anvisiert waren insgesamt 4000.

Die Initiatoren schließen sich mit der Aktion einer breiten Bürgerbewegung in den USA an, die seit Monaten den Abriss von Denkmälern der sogenannten Weißen Vorherrschaft fordert. Im Fokus stehen dabei Statuen von ehemaligen Sklaventreibern und Generälen der Südstaaten aus dem US-Bürgerkrieg, die unter anderem für die Fortsetzung der Sklaverei kämpften. Im August hatte schon eine Petition in Portsmouth (Virginia) gefordert, die Statue eines Generals durch eine der Rapperin Missy Elliot zu ersetzen.

Im selben Staat in der Stadt Charlottesville war es am 12. August zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Befürwortern einer solchen Konföderierten-Statue gekommen, bei denen die 32-jährige Heather Heyer getötet wurde.

Von RND/dpa

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