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Panorama Rentner (68) stirbt nach Streit um kaputtes Handy: Angeklagter spricht von Notwehr
Nachrichten Panorama Rentner (68) stirbt nach Streit um kaputtes Handy: Angeklagter spricht von Notwehr
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14:34 11.04.2019
Prozessakten liegen in einem Gerichtssaal. Quelle: Thomas Frey/dpa
Mannheim

Ein heruntergefallenes Handy soll zu einer Attacke gegen einen 68-Jährigen geführt haben, an deren Folgen er starb. Der Angeklagte im Prozess vor dem Landgericht Mannheim stellte seinen Angriff auf den Rentner am Donnerstag als eine Art Notwehr dar.

Er habe im Juni 2015 im Gedränge einen Hieb auf der Schulter gespürt und sein Handy sei zu Boden gefallen, sagte der 30-Jährige. Außerdem sei er beleidigt worden. Um Distanz zu schaffen, habe er ausgeholt und dem Rentner mit der geöffneten Hand ins Gesicht geschlagen. „Ich wollte nur bewirken, dass er mir nicht zu nahe kommt.“ Es sei nur eine „Backpfeife“ gewesen. Sein Gegenüber sei zwei, drei Schritte zurückgestolpert und dann zu Boden gefallen. Von den tragischen Folgen seiner „Backpfeife“ habe er erst durch die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ erfahren, sagte der Angeklagte, der damals nach dem Sturz geflohen war. Daraufhin hatte er sich gestellt.

Anklage wegen Körperverletzung mit Todesfolge

Der Rentner wurde durch den Sturz am Auge schwer verletzt und erlitt eine Gehirnblutung, durch die er ins Koma fiel. Wenig später starb der damals 68-Jährige an einer beidseitigen Lungenentzündung.

In der Anklage ist von einem Schlag mit der rechten Faust auf die linke Gesichtshälfte die Rede. Dabei sei der linke Augapfel durch eine zerbrochene Brille so verletzt worden, das der Verlust des Sehvermögens befürchtet werden musste. Zudem habe der Geschädigte Gesichtsverletzungen und Jochbeinfrakturen erlitten. Es handele sich bei der Tat um eine Körperverletzung mit Todesfolge, sagte der Staatsanwalt.

Von RND/dpa