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Panorama US-Seriendarstellerin trauert um ihre Nichte
Nachrichten Panorama US-Seriendarstellerin trauert um ihre Nichte
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09:38 09.11.2018
In Trauer: Tamera Mowry-Housley. Quelle: picture alliance
New York

Es ist eine Tragödie: In der Nacht zum Donnerstag richtete der 28-jährige Ian David Long ein Blutbad in einem Club nordwestlich von Los Angeles an. Am Ende sterben 13 Menschen. Unter ihnen ist auch die 18-jährige Alaina Housley. Sie ist die Nichte von US-Schauspielerin Tamera Mowry-Housley. Auf Instagram postete die 40-jährige Seriendarstellerin („Strong Medicine“) jetzt ein Foto von Alaina. „Unsere süße Alaina. Wir sind völlig am Boden. Wir lieben dich“.

Ein verwackeltes Video, auf dem Schreie und viele Schüsse zu hören sind, zeigte am Donnerstag das Grauen der Tatnacht. Junge Augenzeugen beschrieben dramatische Szenen, wie sie um ihr Leben rannten und durch Fenster und Hinterausgänge entkamen. Völlig aufgelöst trat Jason Coffman vor Reporter, nachdem er erfahren hatte, dass sein 22 Jahre alter Sohn Cody unter den Toten ist.

US-Veteran erschießt Studenten

Mit einer Pistole hatte Ian David Long auf seine Opfer gezielt, meist College-Studenten, die in der Bar „Borderline Bar & Grill“ in Thousand Oaks nordwestlich von Los Angeles mit Country-Musik feierten.

Der Schütze soll die Bar selbst häufiger besucht haben. Über ein mögliches Motiv für die Bluttat machten die Ermittler zunächst keine Angaben. Die Spurensuche in der Bar, im Fahrzeug und im Elternhaus des Mannes könne Tage dauern, sagte der FBI-Mitarbeiter Paul Delacourt. Die Bundespolizei unterstützt die Ermittlungen der lokalen Behörden. Es gäbe keinerlei Hinweise auf andere Mittäter, hieß es.

Attentäter hat in Afghanistan gedient

Bis 2013 habe der Schütze in der Marineinfanterie gedient, darunter auch mehrere Monate in Afghanistan, teilten die Behörden mit. Der Kommandant des Marine Corps, Robert Neller, bezeichnete das Blutbad in einem Tweet als „verabscheuenswerte“ Tat. Dies sei ein „tragischer und sinnloser“ Gewaltakt gewesen.

Litt der Schütze unter Posttraumatischer Belastungsstörung?

Möglicherweise habe Long unter Posttraumatischer Belastungsstörung gelitten, sagte Sheriff Geoff Dean vom Bezirk Ventura County. Long sei den Behörden zuvor mehrere Male aufgefallen. Der Sheriff sprach von geringfügigen Vorfällen, etwa im Straßenverkehr. Zuletzt seien Beamte im April wegen eines häuslichen Vorfalls zu seinem Elternhaus gerufen worden. Sein psychischer Zustand sei überprüft worden, eine Einweisung sei aber nicht für nötig befunden worden.

Ein Nachbar sagte US-Medien, dass die Mutter des Schützen ihren Sohn dazu aufgefordert habe, Hilfe für Veteranen zu suchen, doch der 28-Jährige habe dies abgelehnt.

Trump dankt Rettungskräften

US-Präsident Donald Trump bedankte sich bei den Rettungskräften. „Die Polizei hat großen Mut gezeigt“, schrieb Trump beim Kurznachrichtendienst Twitter. Er ordnete an, am Weißen Haus und anderen Regierungsgebäuden US-Flaggen auf halbmast zu setzen.

Die demokratische Senatorin des Bundesstaats Kalifornien, Dianne Feinstein, verurteilte den leichten Zugang zu Waffen in den USA. Dies sei genau der richtige Zeitpunkt, um über strengere Waffengesetze für mehr Sicherheit zu sprechen. Doch es fehle der Wille der Republikaner, etwas umzusetzen.

US-Schauspielerin von Tamera Mowry-Housley trauert derweil weiter um ihre Nichte, ihr Herz, schreibt sie, ist gebrochen.

Von RND/mha/dpa

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