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15:15 29.06.2018
Anahita Rehbein (l.) ist die schönste Frau Deutschlands. Quelle: dpa
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Stuttgart

Man könnte sagen, Anahita Rehbein hat den schönsten Job Deutschlands. Im Februar wurde die 23-jährige Studentin aus Stuttgart zur aktuellen „Miss Germany“ gewählt. „Ich war so überwältigt, dass ich gar nichts mehr mitbekommen habe“, erzählte die 23-Jährige später über den großen Moment.

Dabei sind Misswahlen nichts Neues für die gebürtige Schwäbin: Während des Studiums ließ sie sich zur „Miss Bodensee“ wählen und auch die Schärpe der „Miss Baden-Württemberg“ ging an die junge Studentin. Geplant war das nicht: „Es war eher spontan, nicht mein lebenslanger Traum“, verrät sie über ihre erste Misswahl. Die Kür zur „Miss Germany“ setzt ihrer Karriere wortwörtlich die Krone auf – für diese Ehre hat sie sogar ihren Bachelorabschluss in Bildungswissenschaften verschoben.

Denn der Job der „Miss Germany“ geht nach der Krönung erst richtig los. 100.000 Euro gibt es dafür in einem Jahr, das Geld wird verrechnet mit ihren Aufträgen. Einen Leihwagen (Citroën C3) bekommt die Gewinnerin auch. Doch was für ein „Job“ ist das eigentlich? Eine durchschnittliche Woche im Leben von Anahita Rehbein sieht so aus:

Tag eins: Rehbein reist nach Hamburg. Das Label MGM-Models hat die Stuttgarterin unter Vertrag genommen. „Wir haben ein Sedcard-Shooting gemacht“, berichtet das Model, das schon vor den Misswahlen gemodelt hat. Die Sedcard, benannt nach dem Erfinder Sebastian Sed, ist eine Art digitale Bewerbungsmappe. Kunden können Anahita also bald online bei MGM finden.

Tag zwei: Ganz bodenständig geht es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln für Rehbein durch den Großstadtdschungel. Ohne Ortskenntnis fährt sie in Hamburg von einem Kundentermin zum nächsten. „Das war relativ stressig und neu für mich, weil ich Hamburg noch nicht kannte“, erzählt das Nachwuchsmodel. „Aber aufgeregt war ich nicht.“

Tag drei: Autogrammstunde im Schuhladen von Mama Carina Rehbein. Eigentlich ist es eher eine Selfie-Stunde, die sind bei Fans inzwischen gefragter. „Es war komisch“, bekennt Anahita. „Ich verstehe nicht, warum man Autogramme von jemandem will. Ich würde nie jemanden nach seinem Autogramm fragen.“

Tag vier: „Miss Bodensee“-Wahl. Schon wieder? Ja, aber dieses Mal in der Jury. „Ich achte überhaupt nicht aufs Äußere, sondern auf ihre Ausstrahlung: wie sie lacht und ob sie Spaß hat“, erklärt Rehbein. Die Hübscheste sei zickig und unsympathisch gewesen. Immer wieder betont auch die Miss-Germany-Corporation, es gehe bei dem Contest nicht nur um Optik, sondern auch um die Persönlichkeit der Teilnehmerinnen – obwohl der Schönheitschirurg Werner Mang festes Mitglied der Jury ist. Immerhin: Am Ende gewinnt Anahitas Favoritin Jennifer Seifert.

Tag fünf: Gerry Weber Open in Gütersloh. Autogramme geben, Selfies machen und ein Tennisspiel angucken. „Ganz spannend“, ist ihr Fazit, „aber Ballsportarten sind nicht mein Fall.“

Tag sechs: Ein freier Tag in Stuttgart. Anahita verbringt ihn mit einer befreundeten Ernährungsberaterin, die sie auf vegane Kost umstellt. „Das wollte ich schon immer mal ausprobieren“, sagt Anahita und nimmt sich direkt einen ganzen Monat ohne tierische Produkte vor.

Tag sieben: Die Ernährungsberaterin hat auch gleich einen neuen Trainingsplan mitgebracht, Anahita probiert sich im High-Intensity-Training und hofft auf neue Erfolge: „Meine größte Problemzone ist mein Hintern, der will einfach nicht hart werden.“ Dieses Mal könnte es klappen: Das neue Training ist „viel, viel anstrengender“ als die Cardio- und Kraftübungen, die sie vorher regelmäßig gemacht hat.

Anahita Rehbein trainiert. Quelle: privat

Bodensee, Baden-Württemberg, Deutschland – als Nächstes die Welt? Ein Grundstein ist jedenfalls gelegt: 1993 hatte auch Verena Pooth den Titel „Miss World“ errungen – und wurde im selben Jahr Miss Intercontinental. „Im Dezember ist die ,Miss-World-Wahl‘“, sagt Rehbein. „Aber ich bin noch am Hin- und Herüberlegen.“ Falls es mit dem Modeln nicht mehr läuft, hat Rehbein eh einen Plan B: Sie möchte im Personalmanagement arbeiten.

Von Frederike Müller/RND

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