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„Spaghettimonster“-Kirche ist keine Weltanschauung

Gerichtsurteil „Spaghettimonster“-Kirche ist keine Weltanschauung

Die Juristen bekamen sie nicht so leicht weichgekocht. Die „Spaghettimonster“-Kirche im brandenburgischen Templin ist wohl keine Weltanschauung, deutete sich am Freitag im Berufungsverfahren an. Die Forderungen der selbsternannten Pastafaris scheinen damit vom Tisch.

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In Templin fliegt das Spaghettimonster nicht aufs Hinweisschild.

Quelle: dpa

Brandenburg. Der Parodieverein „Kirche des fliegenden Spaghettimonsters“ sieht sich selbst als Weltanschauung. Die Vertreter verlangen deshalb wie bei anderen Kirchen am Stadteingang vier Hinweisschilder zu ihren wöchentlichen „Nudelmessen“. Das Oberlandesgericht Brandenburg/Havel schob die Pläne nun vom Tisch. Das deutete sich am Freitag im Berufungsverfahren an, sagte Gerichtssprecherin Judith Janik auf Anfrage. Das Landgericht Frankfurt (Oder) hatte zuvor entschieden, dass der Parodieverein nicht als Weltanschauung zu sehen ist. Die endgültige Entscheidung zu der Berufungsklage will das Gericht nach den Angaben am 2. August verkünden.

Die „Kirche des fliegenden Spaghettimonsters“ entstand im Jahr 2005 als Religionsparodie und Verteidigung der Evolutionslehre. Der US-amerikanische Physiker Bobby Henderson verfasste die Glaubenslehre als Persiflage der kreationistischen Pseudowissenschaft Intelligent Design, die ihre Bewegung gleichberechtigt neben der Evolutionstheorie im Biologieunterricht mehrerer US-amerikanischer Schulbezirke vertreten sehen wollte.

Von RND/dpa

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