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Panorama Zoll stellt hunderte lebende Tiere sicher
Nachrichten Panorama Zoll stellt hunderte lebende Tiere sicher
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15:58 25.05.2018
Sichergestellte, illegale Urlaubssouvenirs liegen beim Hauptzollamt Frankfurt auf einem Tisch Quelle: Meinhardt/Hauptzollamt
Frankfurt

Seltene Tiere im Internet bestellt und im Paket verschickt: Beim Hauptzollamt Frankfurt sind im vergangenen Jahr insgesamt 1681 lebend transportierte Exemplare sichergestellt worden. Das teilte das Amt am Freitag mit. „Zwei grüne Baumwarane kamen im Postpaket aus Indonesien am Flughafen an. Ein Waran war bereits vertrocknet, das andere Tier war in so schlechter Verfassung, dass es kurz darauf ebenfalls verendete“, sagte eine Sprecherin. Im Handkoffer eines Reisenden aus Algerien waren vier lebende Maurische Landschildkröten eingepfercht.

Lebende Tiere im Gepäck sind keine Seltenheit. 2014 entdeckten die Zollfahnder in Frankfurt eine mit Klebenband umwickelte Schildkröte im Koffer eines Reisenden. Quelle: dpa

Im Jahr 2017 kam es beim Hauptzollamt zu 372 Sicherstellungen von mehr als 13.300 artengeschützten Einzelexemplaren. Darunter waren neben Tieren auch mehr als 2000 lebende Pflanzen. „Der illegale Handel mit exotischen Tier- und Pflanzenarten ist ein profitträchtiges Geschäft, die Folgen für die Umwelt dramatisch“, heißt es beim Zoll. Verstöße gegen das Artenschutzübereinkommen können Geldbußen bis 50.000 Euro oder sogar Haft nach sich ziehen.

Souvenirs aus der Haut bedrohter Tierarten

„Mit Schlangenhäuten überzogene Geigen oder Gitarren werden häufig per Internet geordert“, berichtete der Zoll. Ein Paket aus China enthielt eine Weste aus dem Fell des artengeschützten Polarfuchses. Und Musikinstrumente bestehen zum Teil aus artengeschützten Hölzern. Zwischen Januar und Mai 2018 wurden 50 Gitarren oder Griffbretter beschlagnahmt, die zum Teil aus Palisanderholz bestanden.

Doch nicht nur per Post kommen die illegalen Tiere und Gegenstände ins Land. Auch im Reisegepäck an Deutschlands größtem Flughafen entdecken die Zollbeamten immer wieder Verstöße gegen das Artenschutzübereinkommen. So sind Waren aus Schlangen-, Krokodil- und gar Gürteltierleder immer noch beliebte Urlaubssouvenirs.

Von RND/dpa

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