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Panorama Zwei brutale Angriffe auf Ausländer in Rostock – Verdächtige stellen sich
Nachrichten Panorama Zwei brutale Angriffe auf Ausländer in Rostock – Verdächtige stellen sich
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10:39 12.07.2018
Brutale Angriffe auf Syrer in Rostock. Quelle: imago
Rostock

Nach einem Messerangriff auf einen Syrer in Rostock haben sich zwei mutmaßliche Täter der Polizei gestellt. Die zwei Männer hätten im Polizeirevier in Lichtenhagen erklärt, dass es sich bei ihnen um die beiden gesuchten Tatverdächtigen handele, teilte die Polizei am Mittwochabend mit. Diese hatte zuvor öffentlich nach den Tätern gefahndet und Zeugen gesucht. Die 39 und 28 Jahre alten Tatverdächtigen sollen im Laufe des Donnerstags wegen gefährlicher Körperverletzung dem Haftrichter vorgeführt werden

Der 21 Jahre alte Syrer war in der Nacht zum Mittwoch schwer verletzt worden. Er war laut Polizei mit zwei Begleitern gegen Mitternacht in einem S-Bahntunnel im Stadtteil Lütten-Klein auf zwei Männer und eine Frau gestoßen, die ausländerfeindliche Parolen gerufen haben sollen.

Messerstiche in Hüfte und Achsel

Der 21-Jährige habe das Trio deshalb zur Rede stellen wollen. Einer der Verdächtigen habe zunächst auf ihn eingeschlagen, dann ein Messer gezogen und ihm in die linke Hüfte und Achsel gestochen. Dabei verletzte er den 21-Jährigen den Angaben zufolge im Brustkorb- und Lungenbereich. Auch der zweite Mann habe auf den jungen Mann eingeschlagen und soll zudem versucht haben, seinen Hund auf ihn zu hetzen. Anschließend flüchteten die beiden Verdächtigen und die Frau, hieß es weiter. Der 21-Jährige ist den Angaben zufolge nicht in Lebensgefahr.

Syrer mit Elektroschocker am Kopf verletzt

Es ist der zweite brutale Übergriff binnen weniger Tage in der Hansestadt. Erst am vergangenen Sonnabend war ein 22-jähriger Syrer in einer Straßenbahn mit einem Elektroschock-Gerät verletzt worden. Als zwei Männer in die Bahn stiegen, kam es zum Streit. Einer der Männer habe ein Elektroschock-Gerät gezückt, es dem 22-jährigen Syrer an den Hinterkopf gehalten und ausgelöst. Die Täter flohen. Der 22-Jährige habe angegeben, dass die Verdächtigen Russen gewesen seien, teilte die Polizei mit. Ob ein fremdenfeindliches Motiv vorliege, war noch nicht klar.

Von RND/OZ/dpa