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Deutschland / Welt AfD-Landtagsfraktion schließt Landeschefin Sayn-Wittgenstein aus
Nachrichten Politik Deutschland / Welt AfD-Landtagsfraktion schließt Landeschefin Sayn-Wittgenstein aus
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14:49 04.12.2018
Doris von Sayn-Wittgenstein (AfD) Quelle: Carsten Rehder/dpa
Kiel

Anlass ist ein Bericht in „Die Welt“, wonach die schleswig-holsteinische Politikerin am 18. Dezember 2014 im Internet um Unterstützung für den als rechtsextrem eingestuften Verein Gedächtnisstätte im thüringischen Guthmannshausen geworben hat.

Das Verhältnis zwischen der Fraktionsmehrheit und der dem rechtsnationalen AfD-Flügel zugerechneten Doris von Sayn-Wittgenstein ist seit langem angespannt. Am Dienstag kam es nun zum Showdown. Die AfD im schleswig-holsteinischen Landtag hat über den Ausschluss der Landesvorsitzenden aus der Fraktion entschieden. Doris von Sayn-Wittgenstein gehört nicht mehr länger der AfD-Fraktion an. Das sagte Doris von Sayn-Wittgenstein am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Verein Gedächtnisstätte steht auf AfD-Unvereinbarkeitsliste

Der Verein Gedächtnisstätte steht auf der sogenannten Unvereinbarkeitsliste der AfD. Laut niedersächsischem Verfassungsschutz dient die Gedächtnisstätte Guthmannshausen in Thüringen einer „revisionistischen, antisemitischen und fremdenfeindlichen Geschichtsbetrachtung und -verbreitung“.

Widersprüchliche Angaben zur Vereins-Mitgliedschaft

Laut AfD-Fraktionschef Jörg Nobis habe Doris von Sayn-Wittgenstein in einem Gespräch in der vergangenen Woche nicht nur bestätigt, dass sie zur Unterstützung des Gedächtnissstätten-Vereins aufgerufen hat, sondern auch erklärt, dass sie dort seit Jahren Mitglied sei.

Sayn-Wittgenstein wies die Darstellung der AfD-Fraktion zurück. „Ich war und bin nicht Mitglied des Vereins“, sagte sie. Auf ein werbendes Schreiben von ihr aus dem Jahr 2014 angesprochen, sagte sie, der Verein sei als gemeinnützig anerkannt gewesen und habe damals weder auf der Liste des Verfassungsschutzes noch auf der Unvereinbarkeitsliste der AfD gestanden.

Von RND/KN

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