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Deutschland / Welt Behördentermine dauern fast zwei Stunden
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12:42 01.08.2018
Im Rathaus Spandau warten Kunden auf ihren Termin Quelle: dpa
Berlin

Der Präsident des Branchenverbands Bitkom, Achim Berg, fordert mehr Tempo bei der Digitalisierung der deutschen Verwaltungen. „In der Verwaltung werden weiterhin munter Briefe geschrieben, und es wird gefaxt, was das Zeug hält. Aus heutiger Perspektive ist das steinzeitlich“, sagte Berg dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

„Der öffentliche Dienst muss auf Vordermann gebracht werden, und zwar nicht morgen, sondern jetzt. Wer den Vertrauensverlust in Politik und Staat bekämpfen will, muss auch die Verwaltung spürbar modernisieren“, fordert Berg, der sich auf eine repräsentative Bitkom-Umfrage beruft.

Amt statt Strand

„Durchschnittlich haben die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland fast zwei Stunden für ihren letzten Behördentermin benötigt – inklusive Anfahrt. 114 Minuten waren es, um genau zu sein. Viele müssen sich dafür extra Urlaub nehmen. Für sie heißt es: Amt statt Strand“, so der Bitkom-Präsident. „Der Grund ist relativ simpel: Mit der Digitalisierung unserer Verwaltung ist es nicht weit her. Die Behörden sind nicht sehr bürgerfreundlich.“

Berg nennt als positives Beispiel Deutschlands nördlichen Nachbarn Dänemark. „Dort geht es nicht nur viel schneller. Man muss oft gar nicht aufs Amt, das meiste kann man online nebenbei von zu Hause aus erledigen. Dort gibt es längst digitale Bürgerämter oder elektronische Arztbriefe, die Steuererklärung ist in zehn Minuten gemacht, per Knopfdruck.“

Von Thoralf Cleven/RND

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