Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Deutschland / Welt Bewaffnete entführen deutsche Krankenschwester
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Bewaffnete entführen deutsche Krankenschwester
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:52 03.05.2018
In Mogadischu haben Bewaffnete eine deutsche Krankenschwester entführt. (Symbolbild) Quelle: dpa
Anzeige
Mogadischu

Eine deutsche Mitarbeiterin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) ist in der somalischen Hauptstadt Mogadischu entführt worden. Das teilte die Hilfsorganisation in der Nacht zum Donnerstag mit.

„Wir machen uns größte Sorgen um die Sicherheit unserer Kollegin“, erklärte Daniel O'Malley, stellvertretender Leiter der IKRK-Mission in Somalia. Als Krankenschwester habe sich die Frau darum bemüht, Leben zu retten und das Leben der Menschen in dem ostafrikanischen Staat zu verbessern.

Zu der Entführung kam es den Angaben zufolge am Mittwochabend, als bewaffnete Täter den IKRK-Komplex in Mogadischu stürmten. Derzeit liefen auf verschiedener Ebene Bemühungen, um die Freilassung der Frau zu erwirken, hieß es. Nähere Angaben zu der Entführten oder den Tätern machte ihr Arbeitgeber zunächst nicht.

Dutzende humanitäre Helfer in Somalia getötet

Entführungen von Ausländern sind in Somalia keine Seltenheit. Angesichts der miserablen Sicherheitslage und fehlender staatlicher Strukturen wird das krisengebeutelte Land am Horn von Afrika häufig als Paradebeispiel eines gescheiterten Staates herangezogen.

Neben Armut und Hungersnöten setzen den Menschen dort auch die Terroristen der islamistischen Miliz Al-Shabaab zu. Die mit Al-Kaida verbundene sunnitische Terrorgruppe kämpft in Somalia seit Jahren für die Errichtung eines sogenannten Gottesstaates.

Ende März war ein Mitarbeiter des IKRK bei einem Autobombenanschlag in Mogadischu getötet worden. Die Terrorgruppe Al-Shabaab, übernahm die Verantwortung für die Tat.

Für Mitarbeiter von Hilfsorganisationen ist Somalia einer der gefährlichsten Einsatzorte weltweit. 2016 und 2017 wurden dort nach einem Bericht der Vereinten Nationen mindestens 30 humanitäre Helfer getötet.

Von RND/dpa

Anzeige