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Deutschland / Welt Die Nato könnte 1000 Soldaten in den Irak entsenden
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10:44 19.02.2018
Die Personalstärke der neuen Mission hat die Nato nach eigenen Angaben noch nicht beschlossen. Quelle: AP
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Brüssel

Die Nato wird ihren Einsatz zur Unterstützung irakischer Sicherheitskräfte ausbauen, um ein Wiedererstarken der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu verhindern. Die Verteidigungsminister der 29 Bündnisstaaten beschlossen am Donnerstag in Brüssel, mit konkreten militärischen Planungen für eine neue Ausbildungsmission zu beginnen.

Sowohl die irakische Regierung als auch die US-geführte Anti-IS-Koalition hätten um ein stärkeres Engagement der Nato gebeten, erklärte Generalsekretär Jens Stoltenberg. Er betonte, es gehe nicht um Planungen für einen neuen Kampfeinsatz.

Die Personalstärke der neuen Mission hat die Nato nach eigenen Angaben noch nicht beschlossen. In Bündniskreisen wird allerdings damit gerechnet, dass etliche Hundert, wenn nicht sogar mehr als 1000 Soldaten in den Irak geschickt werden könnten. Ob, und wenn ja wie, sich die Bundeswehr beteiligen wird, ist noch unklar. Deutschland leistet bereits seit längerem außerhalb des Nato-Rahmens Unterstützung im Kampf gegen den Terror im Irak. Bis heute sind so rund 120 deutsche Soldaten zur Ausbildung kurdischer Peschmerga nahe Erbil stationiert.

Die aktuelle Nato-Mission im Irak hat lediglich rund 20 ständige Mitarbeiter, die zum Beispiel Seminare zum Umgang mit Sprengfallen organisieren. Der neue Einsatz soll unter anderem den Aufbau von Militärakademien ermöglichen.

Nach Nato-Angaben hat die IS-Terrormiliz im Irak und in Syrien zuletzt 98 Prozent ihres Einflussgebiets verloren. Einen großen Anteil daran hatte die internationale Anti-IS-Koalition. Vor allem die USA dringen nun darauf, dass sich die Nato nun zumindest stärker in der Terrorprävention engagiert. Die Anti-IS-Koalition hatte sie lange nur indirekt unterstützt.

„Der Kampf ist noch nicht vorbei“, kommentierte US-Verteidigungsminister James Mattis am Donnerstag zum Abschluss des Nato-Treffens. Es sei im Interesse des ganzen Bündnisses, im Irak für Stabilität zu sorgen.

Von dpa/RND

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