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Deutschland / Welt „Diese Schweine sind nichts anderes als Marionetten“
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12:56 10.09.2017
Die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel. Quelle: imago
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Berlin

Von der AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel soll eine E-Mail mit rassistischen Bemerkungen und Demokratie-verachtenden Thesen aufgetaucht sein. Die AfD bestreitet allerdings in Weidels Namen, dass sie die Autorin ist. Die „Welt am Sonntag“ berichtet jedoch, ihr liege eine eidesstattliche Versicherung des Mail-Empfängers, eines früheren Bekannten Weidels, vor.

Der Zeitung zufolge heißt es in der E-Mail vom 24. Februar 2013 in Originalschreibweise: „Der Grund, warum wir von kulturfremden Voelkern wie Arabern, Sinti und Roma etc ueberschwemmt werden, ist die systematische Zerstoerung der buergerlichen Gesellschaft als moegliches Gegengewicht von Verfassungsfeinden, von denen wir regiert werden.“ Zudem werde in dem Schreiben die Bundesregierung von Angela Merkel (CDU) verunglimpft: „Diese Schweine sind nichts anderes als Marionetten der Siegermaechte des 2. WK und haben die Aufgabe, das dt Volk klein zu halten indem molekulare Buergerkriege in den Ballungszentren durch Ueberfremdung induziert werden sollen“, zitiert das Blatt weiter. Ferner werde kritisiert, dass Deutschland nicht souverän und die Justiz bis hinauf zum Bundesverfassungsgericht korrumpiert sei.

AfD spricht von Fälschung

AfD-Sprecher Christian Lüth sagte auf Anfrage, Weidel habe ihm versichert, diese Mail stamme nicht von ihr. Es sei „eine Fälschung“. Auch AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland verteidigte seine Kollegin: „Diese E-Mail ist nicht ihre Sprache, passt gar nicht zu ihr“, sagte er der „Bild“-Zeitung. „Es ist der üble Versuch, die AfD um jeden Preis aus dem Bundestag zu halten.“ Gauland unterstellte „eine erbärmliche Kampagne, an der sich auch die Medien beteiligen“.

Der Empfänger der Mail führte gegenüber der Zeitung zur Begründung für Weidels Urheberschaft an, dass sich die Betreffzeile der Mail auf ein Gespräch mit ihm beziehe, und sie diese wie üblich mit ihrem Spitznamen „Lille“ gezeichnet habe. Auch nach dpa-Informationen war „Lille“ früher ein Spitzname Weidels.

Weidel verlässt ZDF-Sendung vorzeitig

Zu der Zeit, aus der die Mail angeblich stammt, soll Weidel nach Angaben der Zeitung noch nicht Parteimitglied gewesen sein. Sie habe damals aber begonnen, sich im AfD-Vorläufer „Wahlalternative 2013“ zu engagieren, schreibt die „WamS“.

Zuletzt sorgte Weidel mit dem Verlassen der ZDF-Sendung „Wie geht’s, Deutschland?“ für negative Schlagzeilen. Nach Streitereien mit de anwesenden Politikern und einem Wortgefecht mit Andreas Scheuer (CSU) über das Thema Integration stürmte die Politikerin vor laufenden Kameras aus der Sendung. Einen weiteren Auftritt beim ZDF sagte die Spitzenkandidatin ab.

Von RND/dpa

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