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Deutschland / Welt EU will Gesprächsfaden zur Türkei nicht kappen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt EU will Gesprächsfaden zur Türkei nicht kappen
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19:54 04.09.2017
Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini will den Gesprächsfaden mit der Türkei nicht abreißen lassen. Quelle: dpa
Brüssel

Sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hatten am Sonntag gesagt, sie wollten sich für einen Abbruch der 2005 begonnenen EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei einsetzen.

Mogherini sagte nach Angaben ihrer Behörde bei einem Auftritt in Slowenien, die EU stimme nicht immer mit Ankara überein. Es gebe einige Streitpunkte, vor allem Menschenrechte und Grundrechte sowie die Lage der Journalisten, aber die Gespräche mit Ankara würden fortgesetzt. In internen Debatten müsse „die Zukunft der Beziehungen“ geklärt werden, ergänzte sie.

Die Türkei habe sich „in Riesenschritten“ von Europa entfernt

Auf die Äußerungen von Schulz und Merkel im TV-Duell am Sonntagabend hatte eine Sprecherin der EU-Kommission schon am Morgen zurückhaltend reagiert. Sie erinnerte lediglich daran, dass auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die Entwicklungen in der Türkei mit großer Besorgnis verfolge.

Er habe vergangene Woche gesagt, dass sich die Türkei „in Riesenschritten“ von Europa entferne und dass die Politik der türkischen Regierung einen EU-Beitritt unmöglich mache. Juncker hatte sich aber bislang gegen einen einseitigen Abbruch der Beitrittsverhandlungen ausgesprochen.

Von dpa/RND