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Deutschland / Welt Dulig: „Alle haben Angst vor der AfD. Ich nicht“
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Dulig: „Alle haben Angst vor der AfD. Ich nicht“
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09:31 24.01.2019
Martin Dulig auf dem SPD-Landesparteitag Mitte Januar. Quelle: Peter Endig/dpa
Dresden

Sachsens stellvertretender Ministerpräsident und SPD-Chef Martin Dulig gibt sich wenige Monate vor der Landtagswahl im Hinblick auf mögliche Wahlerfolge der Alternative für Deutschland (AfD) gelassen. „Alle haben Angst vor der AfD. Ich nicht. Die AfD ist wie der nackte Kaiser, der eigentlich gar nichts an hat“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur

Dulig setzt darauf, dass viele Menschen, die bei der letzten Bundestagswahl ihr Kreuzchen bei der AfD gemacht haben, sich zur Landtagswahl im September anders entscheiden. „Denn auch ein AfD-Wähler muss sich in der Wahlkabine fragen, was will ich denn eigentlich, was ist mir wichtig? Will ich weiterhin den professionellen Angstmachern auf den Leim gehen?“

Dulig: Landtagswahl keine kleine Bundestagswahl

Bei der Landtagswahl in Sachsen gehe es nicht um Abrechnung oder Angstmacherei, sondern um wichtige Themen wie bessere Zugverbindungen, genügend Erzieher in der Kita, ausreichend Ärzte auf dem Land, Themen wie Pflege und Rente. „Mir fallen viele Themen ein, die wichtiger sind als die, die die AfD angeblich präsentiert. Sie suggeriert doch, dass an allem die Flüchtlinge oder Frau Merkel Schuld sind“, sagte Dulig. Eine Landtagswahl sei keine kleine Bundestagswahl, sondern es gehe um ganz konkrete Dinge, „wie es hier bei uns in Sachsen weitergeht.“

Bei der sächsischen Landtagswahl wird es so eng wie noch nie werden. Die jüngste Analyse der Meinungsforscher von Wahlkreisprognose.de sieht ein Patt zwischen CDU und AfD.

Dulig will keinen Koalitionswahlkampf

Dulig warb dafür, nicht nur die aktuelle Situation hochzurechnen: „Ich gehe davon aus, dass es uns gelingen kann, am 1. September eine Mehrheit für die aktuelle Regierungskoalition zu bekommen.“ Das wichtigste Ziel sei, stabile und demokratische Verhältnisse in Sachsen zu behalten.

Dulig sprach in der Zusammenarbeit zwischen CDU und SPD von einer „Koalition auf Augenhöhe“. 2018 habe es eine „richtig gute Bilanz“ gegeben, so Dulig – und verwies auch auf den mit 41,2 Milliarden Euro bisher größten Doppelhaushalt in der Geschichte des Freistaates. „Weil mit Michael Kretschmer und mir zwei Leute zusammen gekommen sind, die etwas verändern wollen und am selben Ende des gleichen Strickes ziehen“.

Dennoch kündigte Dulig an, in den nächsten Monaten keinen Koalitionswahlkampf zu führen. „Wir als SPD sagen, was wir für Sachsen wollen, machen Angebote und klare Vorschläge“, kündigte Dulig an und verwies auf Themen wie Pflege, Digitalisierung, Energie und Mobilitätskonzepte bis hin zur Landesverkehrsgesellschaft als Schwerpunkte. Die Wähler müssten in der Wahlkabine wissen, wer für etwas stehe. „Auch wenn viel Angst im Raum ist und die Stimmung manchmal schlecht ist, gehe ich zuversichtlich in den Wahlkampf“, betonte der SPD-Chef.

Weiterlesen: SPD-Chef Martin Dulig: „Ich will gewinnen“

Von RND/Christian Raatz/dpa

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