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Deutschland / Welt Merkel und Hendricks empört über Abgastests
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Merkel und Hendricks empört über Abgastests
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14:00 29.01.2018
„So etwas tut man nicht“: Bundesumweltministerin Barabara Hendricks (rechts) mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Quelle: dpa
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Berlin

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat umstrittene Diesel-Schadstofftests scharf verurteilt und Aufklärung eingefordert. „Diese Tests an Affen oder sogar Menschen sind ethisch in keiner Weise zu rechtfertigen“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. „Die Empörung vieler Menschen ist absolut verständlich.“ Den Aufsichtsräten der Auftraggeber der Tests komme nun eine besondere Verantwortung zu, kritische Fragen auch zur Zielsetzung der Tests zu beantworten. Die Autokonzerne hätten Schadstoffemissionen zu begrenzen und Grenzwerte einzuhalten und nicht die vermeintliche Unschädlichkeit von Abgasen zu beweisen.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) sagte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): „So etwas tut man nicht. Stickoxide sind nachweislich gesundheitsschädlich, das ist hinreichend belegt. Wir brauchen jetzt eine schnelle und gründliche Aufklärung. Das betrifft auch die Wissenschaftler, die sich für die Begleitung dieser abscheulichen Experimente zur Verfügung gestellt haben.“ Hendricks sagte, die Industrie stehe in der Verantwortung, „ihre Diesel sauber zu bekommen“.

25 Probanden mussten Abgase einatmen

Zuvor war bekannt geworden, dass die „Europäische Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor“ (EUGT) Versuche mit Affen und Menschen finanziert hat, um die Schädlichkeit von Stickoxiden zu erforschen. In der Untersuchung des Universitätsklinikums Aachen, die 2016 veröffentlicht wurde, mussten Probanden stundenlange Abgase einatmen – anschließend wurde ihr Gesundheitszustand überprüft. Die EUGT wurde von den großen deutschen Autokonzernen VW, Daimler und BMW gegründet. 2017 wurde die Vereinigung aufgelöst.

Der geschäftsführende Bundesverkehrsminister Christian Schmidt (CSU) kritisierte die Tests ebenfalls scharf, die ausschließlich PR-Zwecken dienten, wie ein Sprecher sagte. Die Untersuchungskommission des Ministeriums zum Abgasskandal solle in einer Sondersitzung prüfen, ob es weitere Fälle gibt. Die Autokonzerne seien aufgefordert worden, umgehend und detailliert Stellung zu nehmen.

Von RND/rb/ang/dpa

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