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Selbstmordattacken

Mindestens 27 Tote bei Anschlagsserie in Afghanistan


Bei einer Anschlagsserie in Kandahar hat es Sonnabend Dutzende Tote und Verletzte gegeben. Vier Selbstmordattentäter sollen sich nach ersten Angaben in der südafghanischen Stadt in die Luft gesprengt haben.

Bei einer Serie von Selbstmord-Anschlägen in der südafghanischen Stadt Kandahar sind mindestens 27 Menschen getötet und mehr als 50 weitere verletzt worden. Nach Angaben eines Polizei-Offiziers wurden am Samstagabend nahezu zeitgleich insgesamt fünf Anschläge in der Taliban-Hochburg verübt. Die Täter seien mit Mopeds oder mit Fahrrädern gekommen.

Aktuellen Erkenntnissen zufolge seien mindestens 27 Menschen getötet und 52 weitere verletzt worden, sagte der Chef der Gesundheitsbehörden von Kandahar, Abdul Kajoom Pukhla. Bei den Opfern handele es sich sowohl um Polizisten als auch um Zivilisten. Alle Ärzte und Sanitäter seien zum Dienst einberufen worden, die Bevölkerung wurde im Fernsehen zu Blutspenden aufgerufen. Ein Mitarbeiter einer internationalen Hilfsorganisation sprach sogar von mehr als 30 Toten. Ein AFP-Reporter berichtete aus Kandahar, dass die Explosionen nahezu die ganze Stadt erschütterten.

„Es gab fünf Selbstmord-Anschläge mit Mopeds und Fahrrädern“, sagte ein Polizei-Offizier im Provinz-Hauptquartier. Einer der Anschläge sei in der Nähe des Provinz-Gefängnisses verübt worden, in dem zahlreiche Taliban-Kämpfer inhaftiert sind. Zudem sprengte sich den Angaben zufolge ein Attentäter in der Nähe der Roten Moschee in die Luft. Nicht weit von der Moschee wohnt auch der Bruder des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai, Wali Karsai. Er ist gewählter Präsident des Provinzrates von Kandahar.

Laut der britischen BBC übernahmen die Taliban die Verantwortung für die Anschlagsserie. Die radikalislamischen Kämpfer haben in Kandahar eine ihrer Hochburgen. Die US-Truppen in Afghanistan, die derzeit gerade massiv verstärkt werden, wollen offenbar noch in diesem Jahr Kandahar angreifen.

afp

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