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Deutschland / Welt Nagasaki gedenkt der Opfer des Atombombenabwurfs
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09:29 09.08.2018
Tauben fliegen über dem Friedenspark in Nagasaki Quelle: AP
Nagasaki

Überlebende und Angehörige haben am Donnerstag den Opfern des Atombombenabwurfs von Nagasaki vor 73 Jahren gedacht. Der Bürgermeister der japanischen Stadt Tomihisa Taue mahnte die rechtskonservative Regierung seines Landes, ihrer „moralischen Verpflichtung“ nachzukommen und sich in führender Rolle für eine atomwaffenfreie Welt einzusetzen. Erstmals nahm mit Antonio Guterres ein UN-Generalsekretär an der Gedenkveranstaltung in Nagasaki teil. Auch er zur Abrüstung auf.

Die Atomwaffenstaaten seien dabei, ihre Arsenale zu modernisieren, warnte Guterres. Zugleich verlangsamten sich die Abrüstungsprozesse oder seien zum Erliegen gekommen. Er forderte alle Staaten auf, dringend Fortschritte zur Abschaffung von Atomwaffen zu machen.

70.000 Menschen starben am 9. August 1945

Um 11.02 Uhr, dem Zeitpunkt, als am 9. August 1945 die von einem US-Bomber abgeworfene Atombombe „Fat Man“ über der Stadt explodierte, legten die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung eine Schweigeminute ein. Allein in Nagasaki wurden damals etwa 70.000 Menschen durch direkte Einwirkung getötet, 75.000 weitere verletzt.

Drei Tage zuvor hatten die USA bereits Hiroshima durch eine Atombombe Sprengkraft verwüstet. 140.000 Menschen wurden getötet. Unter dem Eindruck der Zerstörungen kapitulierte das Kaiserreich Japan am 15. August 1945. Hiroshima und Nagasaki wurden als die ersten von einer Atombombe verwüsteten Städte weltweit als Symbol für den Frieden bekannt.

Von RND/AP/dpa

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