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Deutschland / Welt Nordkorea warnt: Harte Reaktion auf neue Sanktionen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Nordkorea warnt: Harte Reaktion auf neue Sanktionen
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07:39 11.09.2017
Der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un Quelle: KRT via AP Video
Pjöngjang

Vor der Abstimmung über neue UN-Sanktionen gegen Nordkorea hat das Land die USA gewarnt. Die Vereinigten Staaten würden einen hohen Preis zahlen, wenn das von den USA eingebrachte Votum vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen Erfolg habe, teilte das Außenministerium in Pjöngjang am Montag mit. Es sei „bereit und gewillt“ mit eigenen Maßnahmen zu reagieren.

In einer Erklärung hieß es, Pjöngjang beobachte die Schritte der Vereinigten Staaten genau. Diese versuchten, Nordkoreas legitime Maßnahmen zur Selbstverteidigung „zu strangulieren und komplett zu ersticken“. Die USA legten ihre Natur als „blutdürstiges Biest“ offen. Am vergangenen Dienstag hatte Washington eine Resolution eingebracht, die so harte Sanktionen gegen Nordkorea wie nie zuvor vorsieht. Dazu gehört unter anderem ein Exportverbot aller Öl- und Erdgasressourcen nach Nordkorea. Zudem sollen die Finanzvermögen der nordkoreanischen Regierung und des Machthabers Kim Jong Un im Ausland eingefroren werden.

Merkel will vermitteln

Eine Sperre von Textilexporten nach Nordkorea und der Stopp des Ölflusses aus China dürften Pjöngjang vermutlich schwer treffen. Nordkorea bekommt fast alle Öllieferungen aus der Volksrepublik und lediglich einen kleinen Teil aus Russland oder vom offenen Markt.

Diplomaten des UN-Sicherheitsrats sagten, Vertreter aus den USA und China hätten bis in den späten Sonntagabend (Ortszeit) hinein über Formulierungen in der Resolution verhandelt. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte jüngst Bedenken geäußert, ob Sanktionen gegen Nordkorea ein effektives Mittel seien, um den Ausbau des Atomprogramms zu stoppen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, Deutschland könne sich direkt in diplomatische Verhandlungen einbringen. „Wenn unsere Beteiligung an Gesprächen gewünscht wird, werde ich sofort ja sagen“, erklärte sie. Mögliches Vorbild seien die Gespräche über das iranische Atomprogramm: Ein solches Format könne sie sich vorstellen, um den Nordkorea-Konflikt beizulegen.

Von RND/dpa