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Deutschland / Welt Österreich ermittelt Rolle seiner Blauhelme
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09:23 28.04.2018
UN-Blauhelme aus Österreich stehen im Verdacht, syrische Polizisten auf den Golanhöhen nicht vor einer Todesfalle gewarnt zu haben. Quelle: Screenshot/YouTube.de/Falter
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Wien

Die UN-Soldaten, die nur zu hören und nicht zu sehen sind, scheinen den Vorfall im September 2012 selbst gefilmt zu haben. Das Verteidigungsministerium in Wien hat eine Untersuchungskommission eingesetzt.

„Die Vorfälle werden lückenlos und minutiös aufgeklärt werden“, sagte Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ). Der Zwischenfall sei „in dieser Dimension“ erst durch die dem „Falter“ zugespielten Fotos und Videos bekannt geworden, hieß es in einer Stellungnahme.

Der Vorwurf lautet, dass die Soldaten des Grenzpostens die syrischen Geheimpolizisten bewusst passieren ließen, obwohl sie von der Gefahr gewusst hätten. Videosequenzen zeigen, wie sich die Kriminellen - im Video als syrische Schmuggler bezeichnet - zuvor in der kargen Berglandschaft einrichten.

Multinationale UN-Truppe seit 1974 auf den Golanhöhen

Die Blauhelme besprechen im Video auch, ob sie die Syrer nicht warnen hätten sollen. Begründung: „Wenn da einer überbleibt, kommt er rüber und schießt uns ab“, ist ein Mann umgangssprachlich zu hören. Nach dem von den Soldaten bezeichneten „Himmelfahrtskommando“ diskutieren die Blauhelme darüber, ob es noch Sinn hat, einen Krankenwagen zu schicken.

Eine multinationale UN-Truppe auf den Golanhöhen überwacht seit 1974 die Einhaltung des Waffenstillstandes zwischen Syrien und Israel. Österreich beendete 2013 seinen UN-Einsatz nach 39 Jahren.

Von RND/dpa

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