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Deutschland / Welt „Ohne Pegida überhaupt nicht möglich“
Nachrichten Politik Deutschland / Welt „Ohne Pegida überhaupt nicht möglich“
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18:39 25.09.2017
AfD-Vertreter Jens Maier. Quelle: dpa
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Dresden

Jens Maier ist Richter in Dresden. Wie viele Vertreter der ultrarechten Strömung in der AfD stammt er aus Westdeutschland und hat im Osten ein dankbares Betätigungsfeld gefunden. Hier fallen seine Parolen auf besonders fruchtbaren Boden.

Den Einzug in den Bundestag nennt er „den größten Erfolg seit 45“ für eine „wahrhaft patriotische Kraft“ wie die AfD. Und wer zu diesem Erfolg beigetragen habe, benennt er ebenso deutlich. „Ohne Pegida wäre diese Breitenwirkung nicht möglich gewesen“, schrieb Maier, den man „den kleinen Höcke“ nennt, am Montag auf Facebook.

Auch Gauland flirtet mit Pegida

„Ich gehe sogar so weit, dass das Ergebnis für die AfD in ganz Sachsen in dieser Deutlichkeit ohne Pegida überhaupt nicht möglich gewesen wäre.“ Der Einzugs ins Parlament sei nicht Ende, sondern Anfang des Wegs, bei dem die Bewegung weiter gebraucht werde: „Es besteht kein Grund, nun leiser zu werden. Macht weiter wie bisher. Nur so können wir den Druck konstant halten und die Veränderungen erzwingen, die unser Land so dringend braucht.“ Wie diese Veränderungen zustande kommen sollen, lässt er offen.

Maier ist nicht der Einzige, der die Nähe zu Pegida sucht. Auch Spitzenkandidat Alexander Gauland schließt eine Zusammenarbeit zumindest mit Pegida Dresden nicht aus. Maier und andere wollen aber auch die „Ein Prozent“-Bewegung mit in ihr auf strammem Rechtskurs segelndes Boot holen.

Von Jan Sternberg / RND

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