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Deutschland / Welt Putin und Netanjahu besuchen Holocaust-Ausstellung
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Putin und Netanjahu besuchen Holocaust-Ausstellung
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16:05 29.01.2018
Der russische Präsident Wladimir Putin (r) und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bei einem Treffen 2017. Quelle: dpa
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Moskau

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Russlands Staatschef Wladimir Putin gedachten am Montag gemeinsam der Toten des Holocausts. „In unserem Land gab es besonders viele Opfer, eigentlich in jeder Familie“, sagte Putin im Jüdischen Museum in Moskau. Die Staatsoberhäupter besuchten eine Ausstellung über das Vernichtungslager Sobibor im besetzten Polen, in dem die Nationalsozialisten bis zu 250 000 Menschen getötet hatten. „Es ist eine der wichtigsten Lektionen der Geschichte ..., dass wir diese Form des Bösen aufhalten müssen. Das ist auch heute noch unsere Aufgabe“, sagte Netanjahu. Seit 1996 ist der 27. Januar der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.

Abstimmung der Syrien-Politik

Netanjahu und Putin hatten sich zuletzt alle paar Monate getroffen, unter anderem, um ihre Positionen im Syrienkrieg abzustimmen. Netanjahu will nach Auskunft seines Büros mit Putin über den Iran sprechen und dessen „unermüdliche Bemühungen, eine militärische Präsenz in Syrien zu schaffen“, hieß es in einer Mitteilung seines Büros vor dem Treffen. „Wir werden außerdem die Bemühungen des Iran diskutieren, den Libanon in einen riesigen Raketenstandort zu verwandeln, einen Standort für Präzisionsraketen gegen den Staat Israel, was wir nicht tolerieren werden.

Bomben auch gegen die Hisbollah?

Im Vorfeld lobte Netanjahu außerdem die militärischen Absprachen zwischen Russland und Israel in Bezug auf Syrien. Allerdings gehen Kommentatoren davon aus, dass Israels Luftwaffe wiederholt in Syrien die Hisbollah angreift, die wie Russland die syrischen Regierungstruppen unterstützt. „Wir treffen uns regelmäßig, um die militärische Koordination zwischen der israelischen Armee und den russischen Kräften in Syrien zu gewährleisten“, sagte Netanjahu. Israel bombardiert seit Jahren immer wieder Ziele im benachbarten Bürgerkriegsland Syrien. Kommentatoren gehen davon aus, dass sich die meisten Angriffe gegen die Hisbollah richten.

Friedenskonferenz in Sotschi

Aktuell treffen sich im russischen Sotschi bei einem Friedenskongress mehr als 1000 Teilnehmer, um über eine Nachkriegsordnung für das Bürgerkriegsland zu beraten. Neben Russland sind der Iran und die Türkei Gastgeber des Treffens. Der seit 2011 andauernde Krieg hat bislang mehr als 400 000 Menschen das Leben gekostet.

Von RND/dpa

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