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Deutschland / Welt Sachsens Wirtschaftsminister wird „Stimme und Gesicht des Ostens“
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17:25 09.04.2018
Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig wurde einstimmig zum neuen Ostbeauftragten der SPD gewählt. Quelle: dpa
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Berlin

 Der SPD-Vorstand hat einstimmig entschiede: Der sächsische SPD-Chef und Wirtschaftsminister Martin Dulig wird neuer Ostbeauftragter. Damit sei ein erster Schritt gegen den Niedergang der SPD in Ostdeutschland getan, sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil in Berlin: „Wir füllen jetzt den Begriff der Erneuerung mit Leben.“. Dazu gehöre es, auch in Gegenden, in denen die SPD nicht mehr stark genug sei, wieder präsenter zu werden.

„Ich will die Stimme und das Gesicht des Ostens sein“, betonte Dulig, der im Landtagswahlkampf auch auf Küchentischgespräche gesetzt hatte, um besser zu erfahren, wo den Bürgern der Schuh drückt. „Wir haben natürlich die große Aufgabe, die Demokratie zu stärken“, sagte der 44-Jährige mit Blick auf Erfolge der AfD in Ostdeutschland, ohne die Partei direkt beim Namen zu nennen. Viele Menschen seien weniger Feinde der Demokratie „als enttäuschte Demokratinnen und Demokraten“, um die es sich zu kämpfen lohne.

Zwar stellt die SPD mit Manuela Schwesig und Dietmar Woidke die Regierungschefs in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Aber bei der Bundestagswahl 2017 bekam die SPD in Ostdeutschland nur noch 14,3 Prozent; die AfD satte 22,5 Prozent. Ganze Landstriche drohen zur SPD-freien Zone zu werden, es wird immer schwerer, Mandatsträger zu finden. So müssen zum Beispiel in Thüringen externe Dienstleister eingekauft werden, um Wahlplakate aufzuhängen, da Mitglieder fehlen oder zu alt sind, um noch auf Leitern zu steigen.

Von RND/dpa/lf

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