Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Deutschland / Welt So begründet Friedrich Merz seine Kandidatur
Nachrichten Politik Deutschland / Welt So begründet Friedrich Merz seine Kandidatur
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:00 30.10.2018
Friedrich Merz, Vorsitzender Atlantik-Brücke e.V. (CDU), kündigt offiziell seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz an. Quelle: Karlheinz Schindler/dpa
Berlin/Düsseldorf

Der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz will im Dezember auf dem Parteitag der CDU in Hamburg für den Parteivorsitz kandidieren. Das teilte der 62 Jahre alte Jurist am Dienstag offiziell mit. „Ich habe mich nach reiflicher Überlegung und nach zahlreichen Gesprächen entschieden, auf dem Bundesparteitag in Hamburg für den Vorsitz der Christlich Demokratischen Union Deutschlands zu kandidieren“, erklärte er in einer Pressemitteilung.

Der 62-Jährige fügte hinzu: „Wir brauchen in der Union Aufbruch und Erneuerung mit erfahrenen und mit jüngeren Führungspersönlichkeiten. Ich bin bereit, dafür Verantwortung zu übernehmen und gleichzeitig alles zu tun, um den inneren Zusammenhalt und die Zukunftsfähigkeit der CDU Deutschlands zu stärken.“

RND stellt die aussichtsreichsten Kandidaten für Merkels Nachfolge vor – und bewertet ihre Chancen, sich im Machtkampf durchzusetzen

Konkurrenz für Kramp-Karrenbauer und Spahn

Merz tritt gegen CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und Gesundheitsminister Jens Spahn an. Diese hatten beide bereits am Montag in den Parteigremien mitgeteilt, dass sie kandidieren wollen, nachdem Kanzlerin Angela Merkel erklärt hatte, sie trete angesichts der jüngsten Wahlergebnisse nicht mehr an. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und CDU-Landeschef Armin Laschet hat eine Kandidatur bisher noch offengelassen.

Lesen Sie auch: Der Kampf um Merkels Nachfolge ist bereits in vollem Gange.

Merz hatte bereits am Montag seine Kandidatur angemeldet, allerdings nur über sein Umfeld. Unmittelbar zuvor war bekannt geworden, dass sich Merkel nicht mehr bewirbt. Merz, der nicht unbedingt als Freund der bisherigen CDU-Chefin gilt, erklärte nun: „Angela Merkel verdient Respekt und Anerkennung für ihre Leistungen in 18 Jahren an der Spitze der Partei. Damit hat die CDU Deutschlands nun die Chance, sich neu aufzustellen und eine neue Parteiführung zu wählen.“

Schritt für Schritt aus der Politik zurückgezogen

Merz hatte sich Schritt für Schritt aus der Politik zurückgezogen, nachdem er 2002 bei der Wahl zum Vorsitzenden der Unionsfraktion gegen Merkel unterlegen war, und arbeitete danach vor allem als Rechtsanwalt. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus sagte der „Welt“: „Wichtig ist, dass wir in den nächsten Wochen demokratisch fair und mit Stil diskutieren.“

Von RND/dpa/jw

Die GroKo will am Mittwoch in Brüssel dem Vorschlag der EU-Kommission zur Minderung von Verpackungsmüll zustimmen. Bundesumweltministerin Schulze sieht die Zeit für „drastische Mittel“ gekommen – und präsentiert eine weitere Idee gegen die Plastikflut.

30.10.2018

Seit Jahren harrt Wikileaks-Gründer Julian Assange in Ecuadors Botschaft in London aus. Doch das Verhältnis zwischen dem südamerikanischen Staat und dem Enthüllungsaktivisten hat jetzt einen neuen Tiefpunkt erreicht.

30.10.2018

Nach zwei Gewaltausbrüchen ist die politische Lage in den USA aufgewühlt. Wo kommt all der Hass her? Einige Amerikaner sehen eine Mitschuld bei Präsident Trump – und kritisieren seinen geplanten Besuch am Anschlagsort in Pittsburgh.

30.10.2018