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Deutschland / Welt Streit mit Trump: Kritischer CNN-Journalist darf nicht mehr ins Weiße Haus
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Streit mit Trump: Kritischer CNN-Journalist darf nicht mehr ins Weiße Haus
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07:19 08.11.2018
Der CNN-Korrespondent Jim Acosta darf nicht mehr aus dem Weißen Haus berichten. Quelle: AP
New York

Im Streit mit der Presse und Medienkonzernen hat das Weiße Haus dem CNN-Korrespondenten Jim Acosta die Akkreditierung entzogen. Die Sperre wurde am Mittwoch nach einer hitzigen Diskussion zwischen Acosta und Präsident Donald Trump bei einer Pressekonferenz erteilt.

Der Streit begann, nachdem Acosta Trump etwas zu den südamerikanischen Migranten an der US-Grenze gefragt hatte. Nach einer weiteren Frage sagte Trump: „Das ist genug!“, und eine Mitarbeiterin des Weißen Hauses versuchte vergeblich, Acosta das Mikrofon wegzunehmen. Auch hatte der Korrespondent weitere Fragen zu den Russland-Ermittlungen gestellt.

Acosta gilt als einer der präsentesten Mitglieder des Pressekorps, der Trumps Politik begleitet. Oft wurde der CNN-Journalist zum Ziel von dessen Verbalangriffen auf Wahlkampfkundgebungen. Der Präsident hat die Medien im Allgemeinen wiederholt als „Feinde des Volkes“ bezeichnet und ihnen vorgeworfen, „Fake News“ zu verbreiten. Mit Falschmeldungen meint er Berichte, die ihm missfallen.

Eine Mitarbeiterin des Weißen Hauses reißt Acosta während einer Pressekonferenz das Mikrofon aus der Hand. Quelle: AP

Regierungssprecherin Sarah Huckabee Sanders schrieb auf Twitter, dass Acosta die Mitarbeiterin berührt habe, sei „absolut unakzeptabel“. Die junge Frau habe bloß versucht, ihren Job als Praktikantin im Weißen Haus zu machen. Auf Fernsehaufnahmen war zu sehen, wie die Frau sich neben Acosta stellte, sich zu ihm wandte und versuchte, ihm das Mikrofon abzunehmen. Währenddessen hielt Acosta das Gerät weiter fest und gestikulierte, dann senkte er einen Arm, der wiederum auf einen Arm der Mitarbeiterin fiel. Danach entschuldigte sich Acosta bei ihr. Als Reaktion auf Sanders’ Erklärung schrieb Acosta bei Twitter, es sei eine „Lüge“, dass er seine Hände auf die Frau gelegt habe.

Während der Auseinandersetzung selbst war der Präsident derweil persönlich geworden. Er bezeichnete den Journalisten als „unhöfliche, fürchterliche Person“. CNN solle sich schämen, so jemanden wie ihn zu beschäftigen. „Die Art und Weise, wie sie mit Sarah Sanders umgehen, ist fürchterlich. Wie sie andere Leute behandeln, ist fürchterlich. So sollte man Leute nicht behandeln.“

Trump holt zu Rundumschlag aus

Anschließend ging er den Reporter von NBC News, Peter Alexander, an, der Acosta verteidigte und unter anderem sagte, sein Kollege sei fleißig und reiße sich wie alle anderen Reporter den Arsch auf. „Von Ihnen bin ich auch kein Fan“, entgegnete Trump darauf. Alexander versuchte, eine Frage zu stellen, als Acosta erneut aufstand und die Paketbomben ansprach, die jüngst an prominente Kritiker Trumps sowie CNN geschickt worden sind. „Setzen Sie sich hin“, sagte Trump. „Wenn Sie Fake News berichten, was CNN oft macht, sind Sie der Feind des Volkes“.

Der Fernsehsender erklärte anschließend, Trumps Attacken auf die Presse gingen zu weit. Diese seien gefährlich und unamerikanisch. „Während Präsident Trump klar gemacht hat, dass er die freie Presse nicht respektiert, hat er geschworen, sie zu schützen.“ Eine freie Presse sei überlebenswichtig für die Demokratie. Der Sender stehe hinter Jim Acosta und seinen Kollegen.

Für Aufsehen sorgte während der Pressekonferenz auch Trumps Vorwurf an die schwarze Reporterin Yamiche Alcindor des Senders PBS, sie habe ihm eine rassistische Frage gestellt. Sie hatte ihn mit Blick auf seinen Wahlkampf - in dem er sich selbst als Nationalist bezeichnet hatte - gefragt, was er zu Behauptungen sage, dass die Republikaner wegen der Rhetorik des Präsidenten weiße Nationalisten unterstützten.

Von RND/AP

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