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Deutschland / Welt Trump und Putin treffen sich in Helsinki
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Trump und Putin treffen sich in Helsinki
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19:17 14.07.2018
US-Präsident Donald Trump (r.) und Kremlchef Wladimir Putin. Quelle: AP
Helsinki

Es wird also Finnland: US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin wollen am 16. Juli in Helsinki zu einem Gipfeltreffen zusammenkommen. Das teilten der Kreml und das Weiße Haus am Donnerstag mit, nachdem sich Putin am Mittwoch bereits mit Trumps nationalem Sicherheitsberater John Bolton getroffen hatte. Bei dem Gipfel sollten bilaterale Angelegenheiten und die internationalen Beziehungen zur Sprache kommen, hieß es in der knappen und parallel veröffentlichten Bekanntgabe.

Trump selbst hatte Helsinki oder Wien als mögliche Tagungsorte ins Gespräch gebracht. Er hatte am Mittwoch erklärt: „Ich habe vom ersten Tag an gesagt, dass ein Zurechtkommen mit Moskau, mit China und mit allen eine sehr gute Sache ist.“ Bei dem Treffen mit Putin sollten Syrien, die Ukraine und „viele andere Themen“ auf der Agenda stehen.

Trump dementiert weiter eine Wahleinmischung Russlands

Putin hat sich im vergangenen Jahr zweimal kurz am Rande von internationalen Gipfeln mit Trump getroffen, einmal davon beim G20-Gipfel in Hamburg vor gut einem Jahr. Pläne zu einem ausgiebigen Gipfeltreffen waren jedoch zurückgestellt worden, weil in den USA Ermittlungen zu möglichen Absprachen zwischen Russland und Trumps Wahlkampfteam laufen.

Dazu nahm Trump auch kurz vor der Bekanntgabe des Orts und Datums des Gipfeltreffens in gewohnter Manier per Twitter Stellung. Abermals dementierte er, dass es eine russische Einmischung in die US-Wahl 2016 gegeben habe – diese hatte Trump letztlich gegen seine demokratische Kontrahentin Hillary Clinton für sich entschieden. „Russland sagt weiterhin, dass es nichts mit Einmischung in unsere Wahl zu tun gehabt hat!“, twitterte er.

Der US-Präsident hat schon mehrmals die Dementi aus Moskau zur möglichen Wahleinmischung weitergetragen. Die US-Geheimdienste sind da anderer Meinung: Sie sind ebenso wie fast alle Demokraten und Republikaner im Kongress der Ansicht, dass es Beweise dafür gebe, dass sich Russland darum bemüht habe, die Präsidentschaftswahl zu beeinflussen.

Der stellvertretende russische Außenminister Sergej Rjabkow erklärte, sein Ressortleiter Sergej Lawrow werde sich wahrscheinlich innerhalb der nächsten beiden Wochen mit seinem US-Kollegen Mike Pompeo treffen, um die Bühne für den Gipfel zu bereiten. Moskau habe diesbezüglich schon Vorschläge zu Einzelheiten des Treffens geäußert und warte auf eine Antwort aus Washington, sagte er laut russischen Nachrichtenagenturen.

Von RND/AP