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Deutschland / Welt US-Umweltbehörde verwehrt Medien den Zutritt
Nachrichten Politik Deutschland / Welt US-Umweltbehörde verwehrt Medien den Zutritt
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09:16 23.05.2018
Das Hauptquartier der Environmental Protection Agency (EPA) in Washington, USA. Zahlreichen Journalisten wurde der Zutritt zu einer Informationsveranstaltung zeitweise verwehrt. Quelle: dpa
New York

Die US-Umweltbehörde EPA lud für Dienstag zu einem Treffen zum Thema Wasserverseuchung. Zahlreiche Reporter reisten an, aber nicht alle wurden reingelassen. So soll etwa die AP-Journalistin Ellen Knickmeyer von einem Wachmann an den Schultern gepackt und aus dem EPA-Gebäude in Washington geschubst worden sein. Auch Vertreter des TV-Senders CNN und des Online-Portals E&E News, das über Energie und Umweltthemen berichtet, waren zeitweise von der Veranstaltung ausgeschlossen.

Ungewöhnliches Vorgehen

Reporter von Medien wie dem Magazin „Politico“, das „Wall Street Journal“ und Bloomberg News waren unterdessen zugelassen. Nachdem sich erste Kritiker zu Wort meldeten, ruderte die Umweltbehörde zurück und öffnete das Treffen schließlich für alle Reporter.

Das Vorgehen war trotz der bekannten Fehde der Regierung von Präsident Donald Trump mit der Presse ungewöhnlich. Auch CNN äußerte Unverständnis. „Wir wissen um die Bedeutung einer offenen und freien Presse und hoffen, dass EPA dies auch weiß“, erklärte der Sender.

Ein Sprecher von Ressortchef Scott Pruitt entschuldigte sich außerdem bei der unsanft zurückgewiesenen Knickmeyer. Der Vorfall vom Dienstag werde geprüft, sagte der Sprecher. Knickmeyer sei aber nicht verletzt worden.

EPA kritisiert Arbeit von AP

Zuletzt hatte EPA öffentlich einen Bericht der Associated Press kritisiert, in dem die Nachrichtenagentur davon berichtet, giftige Abfälle in einer durch einen Hurrikan überfluteten Gegend im Großraum Houston begutachtet zu haben. Dabei hatte die Umweltbehörde zuvor erklärt, das Gebiet sei unzugänglich.

Gipfel zu gefährlichen Chemikalien

Angekündigt wurde das EPA-Treffen in Washington als nationaler Gipfel zu gefährlichen Chemikalien, die in einigen Trinkwassersystemen im Land entdeckt worden sind. Es kamen rund 200 Besucher, darunter Vertreter von US-Staaten, indigenen Stämmen, der Chemieindustrie sowie Umweltschützer.

Von RND/dpa

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