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Deutschland / Welt USA drohen Nordkorea mit Stationierung von Atomwaffen
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09:11 19.09.2017
US-Verteidigungsminister James Mattis. Quelle: AP
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Seoul

Die USA sehen nach Ansicht ihres Verteidigungsministers James Mattis noch keine Notwendigkeit, nordkoreanische Raketen abzuschießen. Sollten künftige Geschosse die Vereinigten Staaten oder Japan gefährden, sei aber eine Grenze erreicht, die eine „andere Antwort“ hervorrufen werde, sagte Mattis am Montag. Beide Länder seien auf Bedrohungen durch nordkoreanische Raketen vorbereitet.

Ohne in Details zu gehen, sagte Mattis, die Regierung von US-Präsident Donald Trump verfüge über militärische Optionen gegen Nordkorea, die kein Risiko für Seoul darstellten. Ob es sich dabei beispielsweise um Gefechtsmaßnahmen oder Cyberattacken handele, sagte er nicht.

Mattis empfindet nordkoreanische Raketen nicht als Bedrohung

Er bestätigte, mit seinem südkoreanischen Amtskollegen die Möglichkeit diskutiert zu haben, erneut US-Nuklearwaffen in Südkorea zu stationieren. Anfang der 1990er Jahre waren diese mit Ende des Kalten Krieges von der Koreanischen Halbinsel abgezogen worden.

Mattis gab sich überzeugt, dass der diplomatische Druck und internationale wirtschaftliche Sanktionen bereits Wirkung zeigten. So habe beispielsweise Mexiko den nordkoreanischen Botschaft ausgewiesen. Auf die Frage, warum die USA die Raketen nicht abfingen, antwortete Mattis, sie seien keine direkte Gefahr für die Vereinigten Staaten.

Die Nordkoreaner trieben Provokationen voran, ohne dabei aus ihrer Sicht eine bestimmte Grenze zu übertreten, die das eigene Land verwundbar mache, sagte Mattis. „Deshalb zielen sie auf die Mitte des Pazifischen Ozeans.“

Zuletzt hatte Nordkorea am vergangenen Freitag eine Rakete über Japan hinweggeschossen. Laut Angaben des US-Militärs handelte es sich dabei um eine Mittelstreckenrakete.

Von RND/ap/are

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