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11:12 25.11.2018
Ein neuer Feiertag für Berlin: Am Internationalen Frauentag soll künftig frei sein. Quelle: Holger Hollemann/dpa
Berlin

Als erstes Bundesland will Berlin den Internationalen Frauentag am 8. März zu einem zusätzlichen arbeitsfreien Feiertag machen. Eine breite Mehrheit der Berliner Grünen votierte am Samstagabend auf einem Parteitag dafür und machte damit endgültig den Weg frei für den zehnten Feiertag in der Bundeshauptstadt. Zuvor hatten sich im rot-rot-grün regierten Berlin bereits Linke und SPD auf dieses Datum festgelegt.

Berlin gehört zu den Bundesländern mit den wenigsten Feiertagen. Aktuell sind es 9, in Bayern dagegen 13 Feiertage. Schon länger gibt es deshalb in der Hauptstadt den Wunsch, einen weiteren Tag zum Feiertag zu erklären. Lange gab es allerdings keine Einigkeit darüber, welcher Tag das denn sein soll. Im Gespräch waren auch der Reformationstag am 31. Oktober, der ehemalige Tag der Deutschen Einheit in der Bundesrepublik, der 17. Juni, sowie der Holocaust-Gedenktag am 27. Januar.

Arbeitgeber und Kirche waren für den Reformationstag

Arbeitgeberverbände und die evangelische Kirche hatten sich für den Reformationstag ausgesprochen. Eine gemeinsame Lösung mit Brandenburg sei sinnvoll, dort seit der Reformationstag bereits Feiertag, hieß es zur Begründung. Eine Insellösung für die Hauptstadt durch einen anderen Feiertag würde für die Unternehmen und für die wachsende Zahl von Pendlern mehr Aufwand und Bürokratie bedeuten. Eine einheitliche Regelung in der Metropolregion käme sechs Millionen Menschen zugute.

Die rot-rot-grüne Koalition fand diese Argumente offenbar nicht überzeugend. Sie entscheidet sich nun für die Insellösung. Berlin ist damit das erste Bundesland, das den 8. März als arbeitsfreien Tag einführt.

Der Weltfrauentag wurde erstmals am 19. März 1911 auf Anregung der deutschen Sozialdemokratin Clara Zetkin in Deutschland und in Nachbarländern begangen. Seit 1921 wird er jährlich am 8. März gefeiert. Damit der neue Feiertag bereits 2019 in Kraft tritt, müsste ein entsprechender Antrag bis Mitte Dezember ins Abgeordnetenhaus eingebracht werden. Im Januar könnte dann abschließend darüber abgestimmt werden, hieß es. Im kommenden Jahr fällt der 8. März auf einen Freitag.

Von dpa/epd/RND

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