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Deutschland / Welt Wer steht für was im Nordkorea-Konflikt?
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07:34 22.09.2017
Quelle: AP
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New York

Der Atomkonflikt mit Nordkorea war wie erwartet eines der dominierenden Themen der Generaldebatte der UN-Vollversammlung. Die Debatte läuft noch bis Montag, doch einige der wichtigsten Redner sprachen bereits. Die Positionen im Überblick:

Südkorea

Nach den Worten von Präsident Moon Jae In strebt Südkorea ein friedliches Nebeneinander mit seinem Nachbar Nordkorea an. „Wir wünschen keinen Kollaps Nordkoreas.“ Südkorea strebe auch keine Wiedervereinigung mit dem kommunistisch regierten Staat durch „künstliche Mittel“ oder durch „Verschlucken“ an. Seoul und die Weltgemeinschaft unternähmen alles nur mögliche, um den Atomkonflikt mit Pjöngjang friedlich beizulegen.

Moon rief Nordkorea zu einem Ende der Provokationen auf, um „auf der richtigen Seite der Geschichte“ zu stehen. Das Land müsse „sofort aufhören, leichtsinnige Entscheidungen zu treffen, die zur eigenen Isolation und zum Untergang führen könnten.“ Die Welt müsse „stark und entschlossen“ antworten, bis Nordkorea sein Atomprogramm aufgebe. Moon dankte dem UN-Sicherheitsrat für die jüngste Verschärfung der Sanktionen gegen Pjöngjang. Dies sei ein Zeichen, dass die Weltgemeinschaft „kollektiv empört“ sei.

Zwischen beiden Ländern gilt seit Ende des Korea-Krieges (1950-1953) ein Waffenstillstand. Ein Friedensvertrag wurde bis zum heutigen Tag nicht geschlossen.

China

Auch China will Frieden auf der koreanischen Halbinsel, wie Außenminister Wang Yi sagte - und dafür gebe es „noch Hoffnung“. Er forderte Nordkorea allerdings auf, „nicht weiter in die eingeschlagene gefährliche Richtung zu gehen“. China setze sich weiter für eine entnuklearisierte koreanische Halbinsel ein und fordere alle Beteiligten auf, dazu konstruktiv beizutragen. Der einzige Weg zu diesem Ziel sei politischer Dialog.

USA

US-Präsident Donald Trump brandmarkte das isolierte Regime und drohte ihm mit völliger Zerstörung. „Wenn (die USA) gezwungen sind, sich selbst oder ihre Verbündeten zu verteidigen, dann haben wir keine Wahl, als Nordkorea total zu zerstören.“ Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un bezeichnete er als „Raketenmann auf einer Selbstmordmission“. Das Atomprogramm des Landes stelle eine Gefahr für die ganze Welt dar. „Keine Nation der Welt hat ein Interesse daran, dabei zuzusehen, wie diese Bande von Kriminellen sich mit Raketen und Nuklearwaffen ausrüstet“, erklärte Trump.

Japan

Wie die USA sieht auch Japan „alle Optionen auf dem Tisch“. Der Konflikt sei eine „ernste Bedrohung ohne Beispiel“, sagte Ministerpräsident Shinzo Abe. Nordkorea sei derzeit dabei, „mit einem süffisanten Lächeln“ alle Abrüstungsbemühungen der vergangenen Jahre vom Tisch zu wischen. „Es ist eine Krise mit einer komplett neuen Dimension.“ Nordkorea müsse dazu gebracht werden, sein Nuklear- und Raketenprogramm komplett und überprüfbar aufzugeben. „Was gebraucht wird, ist nicht Dialog, sondern Druck.“

Nordkorea

Die Rede des nordkoreanischen Außenminister Ri Yong Ho vor dem UN-Plenum war für Samstag angekündigt. Staatschef Kim Jong Un blieb der UN-Generaldebatte wie im vergangenen Jahr fern. Trotzdem ließ er es sich nicht nehmen, gegen Trump zu giften: „Ich werde den geisteskranken, dementen US-Greis gewiss und auf jeden Fall mit Feuer bändigen“, zitierte ihn die nordkoreanische Staatsagentur KCNA. Außenminister Ri bezeichnete die Ansprache von Trump als „Hundegebell“ und sagte, Trumps Berater täten ihm leid. „Wenn er wirklich dachte, er könne uns mit dem Geräusch von Hundegebell Angst einjagen, ist das der Traum eines Hundes“, sagte Ri laut CNN. Die Wendung „Traum eines Hundes“ bedeutet auf Koreanisch etwas Absurdes, das wenig Sinn ergibt.

Von RND/dpa

Der Krieg der Worte eskaliert weiter. Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un bezeichnet US-Präsident Trump als dementen Greis, den er mit Feuer bändigen wolle. Nordkorea erwägt, im Stillen Ozean eine Wasserstoffbombe zu zünden.

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