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Deutschland / Welt „Wir brauchen einen fairen Deal im Interesse der Arbeitsplätze“
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14:32 01.05.2018
Bundesminister für Wirtschaft und Energie: Peter Altmaier. Quelle: imago/Metodi Popow

Herr Altmaier, gibt es einen Grund, den USA, oder Donald Trump, im Handelsstreit entgegen zu kommen?

Wir brauchen einen fairen Deal im Interesse der Arbeitsplätze, vor allem der deutschen und europäischen. Machtfragen erschweren nur Lösungen und interessieren mich nicht. Eine gute transatlantische Partnerschaft ist für das Weltgeschehen aber auch von grundsätzlicher Bedeutung. Hier geht es um mehr als nur um Zölle.

Kann man mit den USA auf Augenhöhe verhandeln, wenn gleichzeitig Donald die Pistole auf den Verhandlungspartner richtet?

Wir lassen uns in internationalen Handelsgesprächen von niemandem unter Druck setzen. Richtig ist aber auch, die USA waren und sind ein enger Partner und Freund - egal, wer gerade die Regierung führt.

Wir befinden uns in einer Phase der Unsicherheit. Die wird im Zollstreit anhalten. Wer leidet unter der Planungsunsicherheit eher: die große Industrie oder der engagierte Mittelstand?

Eine monatelang andauernde Unsicherheit würde alle belasten. Deshalb brauchen wir Klarheit und eine gemeinsame Lösung. Europa muss deshalb zügig seine Position festlegen. Ziel muss sein, eine dauerhafte Ausnahme von den US-Zöllen zu erreichen.

Die USA hebeln das Thema Zölle auf. Zuvor hat sich Präsident Trump schon aus dem Klimaschutzabkommen davon gemacht. Wäre es jetzt nicht Zeit, das alles in grundsätzlichen Verhandlungen miteinander auf den Tisch zu legen und zu regeln, so wie die Grünen meinen?

Die Europäer stehen geschlossen hinter dem Klimaschutzabkommen von Paris. In diesem Fall geht es aber darum, einen Handelskonflikt zu verhindern und Zölle zu senken, nicht zu erhöhen. Ich rate daher dazu, diese Verhandlungen nicht zu überfrachten.

Ab wann ist im Zollstreit das deutsche Wohlfühl-Gefühl in Gefahr?

Ein guter Wirtschaftsminister wird alles tun, damit das genau nicht geschieht.

Von Dieter Wonka/RND

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