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Rechte Versammlung

300 Menschen protestieren gegen Neonazi-Treffen bei Celle


Mehr als 300 Menschen haben am Samstag gegen ein Treffen von Neonazis in Eschede bei Celle demonstriert. Bei dem Protestzug in der Nähe des Bauernhofs eines Mitglieds der rechtsextremen NPD kam es zu keinen größeren Zwischenfällen, wie die Polizei berichtete.
Foto: Mehr als 300 Menschen haben gegen ein Treffen von Neonazis in Eschede demonstriert.

Mehr als 300 Menschen haben gegen ein Treffen von Neonazis in Eschede demonstriert.

© dapd

Eschede/Celle. Nur zu Beginn der Kundgebung am Nachmittag habe es einen „lauten Wortwechsel“ zwischen zwei Anhängern der rechten Szene und einigen Demonstranten gegeben, sagte ein Beamter. Den Männern seien Platzverweise erteilt worden.

Bis zum Abend blieb die Veranstaltung nach Polizeiangaben friedlich. Zwischen 50 und 100 Demonstranten nahmen anschließend noch an einer Lichteraktion teil, mit der sie gegen rechte Gewalt protestierten. „Es war auch hier alles ruhig“, hieß es.

Celles Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende und die Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann (beide SPD) hatten sich ebenfalls an der Kundgebung gegen die sogenannte Sonnenwendfeier der Neonazis beteiligt. „Diese Treffen sind alles andere als harmlose Brauchtumspflege. Es sind Versammlungen, bei denen Verabredungen getroffen werden, die dann womöglich in Mord und Brandanschlägen gipfeln“, hatte Mende gewarnt.

Die Demonstranten wollten mit der Aktion auch ihre Unterstützung für den Pastor im nahe gelegenen Unterlüß zeigen. Unbekannte hatten in der Nacht zum Donnerstag einen Brandsatz gegen das Haus des Geistlichen geworfen, der sich seit langem gegen die rechtsextremen Treffen engagiert. Ein Molotow-Cocktail fand sich außerdem vor dem Haus zweier weiterer Organisatoren des Protestzuges. Der Staatsschutz ermittelt, ein politischer Hintergrund kann weiter nicht ausgeschlossen werden.

dpa/tfi

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