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Landtag

Denkmalschützer fürchten Verstoß bei Plenarsaalabriss

Die Landesdenkmalkommission Niedersachsen hat am Donnerstag eine zügige und umfassende Erklärung von der Regierung zur rechtlichen Zulässigkeit des geplanten Abrisses des denkmalgeschützten Plenarsaals in Hannover verlangt.
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91 von 152 Abgeordneten hatten für den Abriss des denkmalgeschützten Gebäudes abgestimmt.

91 von 152 Abgeordneten hatten für den Abriss des denkmalgeschützten Gebäudes abgestimmt.

© Michael Thomas

Niedersachsens Denkmalpfleger fürchten beim geplanten Abriss des Landtags-Plenarsaals in Hannover einen beispiellosen Verstoß gegen den Denkmalschutz. Die Landesdenkmalkommission Niedersachsen verlangte von der Regierung am Donnerstag eine zügige und umfassende Erklärung zur rechtlichen Zulässigkeit des geplanten Abrisses des denkmalgeschützten Plenarsaals. Der Denkmalschutz erlaube einen Eingriff in ein Kulturdenkmal nur dann, wenn ein überwiegend öffentliches Interesse dies zwingend verlange. Diese Gründe müsse die Regierung nachweisen, verlangte die Kommission.

Nach Beschluss des Parlaments vom Dienstag soll der 1962 eingeweihte und inzwischen marode Plenarsaal einem maximal 45 Millionen Euro teuren Neubau weichen. Die staatliche Baukommission prüft nun den Entwurf des Kölner Architekten Eun Young Yi, der den Architektenwettbewerb mit einem pompösen Glasbau für sich entschieden hatte. Diese Überprüfung unter anderem der Machbarkeit solle bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein, sagte eine Sprecherin des Finanzministeriums am Donnerstag. Zur Betreuung des Plenarsaalneubaus sei beim staatlichen Baumanagement eine Projektgruppe eingerichtet worden.

Wenn die staatliche Baukommission eine endgültige Entscheidung zum Abriss des alten Plenarsaals trifft, drohen Klagen, die das Vorhaben verzögern können. Widerstand angekündigt haben das Architekturbüro, das 2002 bereits einen Architekturwettbewerb zum Umbau des Landtags gewann sowie die Witwe des Architekten von 1962, Dieter Oesterlen.

lni


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