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Projekt

Kirchliche Gesamtschule in Ostfriesland ungewiss

Anfang März hat der Krummhörner Rat grünes Licht für eine Integrierte Gesamtschule (IGS) in kirchlicher Trägerschaft gegeben. Jetzt ist das Projekt vorerst ins Stocken geraten. Für eine Entscheidungsgrundlage sollten zunächst die Eltern befragt werden, sagte am Freitag Kreisrat Frank Puchert vom Landkreis Aurich.
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In Ostfriesland ist das Projekt einer ersten Integrierten Gesamtschule (IGS) in kirchlicher Trägerschaft ins Stocken geraten. Für eine Entscheidungsgrundlage sollten zunächst die Eltern befragt werden, sagte am Freitag Kreisrat Frank Puchert vom Landkreis Aurich. Es gebe noch viele offene Fragen zu dem Projekt und Unwägbarkeiten. „Derzeit ist völlig unklar, wohin die Reise geht.“ So müsse noch geregelt werden, wo Schüler unterrichtet werden, die nicht zur kirchlichen IGS gehen.

Die evangelisch-lutherische Landeskirche hatte im Januar mit den ostfriesischen Gemeinden Hinte und Krummhörn über eine neue IGS beraten. Anfang März hatte der Krummhörner Rat grünes Licht gegeben. Auch die Stadt Wunstorf bei Hannover will über ein ähnliches Schulprojekt mit der Landeskirche verhandeln.

Die Kirchenpläne sind in Ostfriesland umstritten und haben bereits im Landtag in Hannover zu Diskussionen geführt. Kritiker bemängeln, dass für den Besuch einer IGS in kirchlicher Trägerschaft Schulgeld fällig wird.

Unterdessen hat der Emder Landtagsabgeordnete Hans-Dieter Haase (SPD) die Schulpolitik der Landesregierung kritisiert. Die CDU/FDP-Koalition und die Kultusministerin verhinderten durch falsche Vorgaben eine öffentliche IGS. „Es kann doch nicht sein, dass private oder kirchliche Träger andere, leichtere Voraussetzungen haben müssen als öffentliche Träger“, bemängelte Haase am Freitag. Die Landesregierung leite mit dieser Politik ein Schulsterben auf dem Land ein. Sie treibe Gemeinderäte dazu, auf Private oder die Kirche zu setzen. Damit gehe jedoch der Anspruch auf eine wohnortnahe öffentliche Schule ohne Schulgeldzwang verloren.

Auch der SPD-Unterbezirk Aurich und die SPD-Kreistagsfraktion forderten Alternativen zur kirchlichen IGS. Sie schlugen einen Ausbau bestehender Schulen vor.

lni


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