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Niedersachsen Landespressekonferenz feiert Jubiläum
Nachrichten Politik Niedersachsen Landespressekonferenz feiert Jubiläum
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15:42 30.10.2017
Von Michael B. Berger
Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD, v.l.), Thorsten Hapke, Vorsitzender der Landespressekonferenz (LPK) Niedersachsen, und Landtagspräsident Bernd Busemann (CDU) eröffnen am Montag den neuen Raum der Landespressekonferenz im Landtag in Hannover. Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa
Hannover

Landtagspräsident Bernd Busemann (CDU) sang bei dieser Gelegenheit ein Loblied auf die Pressefreiheit in Deutschland. Politik und freie Presse bedingen einander, meinte Busemann - ein Urteil, das auch Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) teilte. „Niedersachsen hat einen Qualitätsjournalismus, der sich auch an einer großen Medienvielfalt ausdrückt“, sagte Weil. Viele Journalisten hätten hier gelernt, „wie man den Regierenden auf den Zahn fühlt“.

Der Landespressekonferenz gehören etwa 100 Journalisten und Journalistinnen aus allen Landesteilen an, die sich regelmäßig zweimal in der Woche treffen und die Regierungssprecher zu den aktuellen Themen befragen, sie mitunter bei unklaren Aussagen auch „grillen“. Dass sei für die Regierungsseite manchmal durchaus unangenehm, meinte LPK-Vorsitzender Thorsten Hapke. Doch um unangenehme Fragen zu stellen, müssten die Journalisten auch etwas tun - nämlich besonders gut „im Stoff“ sein. Hapke zeigte den Gästen auch den neuen LPK-Raum im Landtag, der technisch auf dem letzten Stand ist.

Eine kurze, informative Podiumsdiskussion befasste sich mit dem enormen Medienwandel, der alle herkömmlichen Medien herausfordert. Gerade hier sei - auf allen Kanälen - das klassische journalistische Handwerk der Kontextalisierung und Einordnung wuchtig, meinte Matthias Koch von der Chefredaktion des Redaktionsnetzwerkes Deutschland (RND). DPA-Chefredakteur Sven Gösmann bedrückt die Wirkmacht von Falschmeldungen in den sozialen Medien, gegen die man zuweilen selbst mit durchrecherierten Faktenchecks nicht ankomme. Christiane Krogmann von der Chefredaktion der ARD-Tagesschau berichtete, dass die zehn meistgeklicktesten Meldungen über Angela Merkel allesamt falsch seien. Aber die Echo-Kammern des Internets bedienten oft Vorurteile.

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