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Niedersachsen Komplette Panzerlehrbrigade 9 übt im Herbst in Norwegen
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18:45 01.02.2018
Munsters Bürgermeisterin Christina Fleckenstein und Brigadegeneral Olaf Rohde beim Neujahrsempfang neben einer Truppenfahne. Quelle: Bw-Reins
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Munster

 Für die sogenannte Speerspitze der Nato, offiziell als VJTF (Very High Readiness Joint Task Force) bezeichnet, hatte sich die Panzerlehrbrigade 9 bereits im vergangenen Jahr vorbereitet, berichtete Munsters Standortältester, Brigadegeneral Olaf Rohde, beim gemeinsamen Neujahrsempfang mit Bürgermeisterin Christina Fleckenstein. In diesem Jahr folge die internationale Zertifizierung, deren Höhepunkt die Teilnahme der Brigade in voller Stärke bei der Nato-Großübung Trident Juncture im Spätherbst in Norwegen sei. Im nächsten Jahr könne die Brigade dann mit multinationalem Anteil und rund 8000 Soldaten durchgehend reaktionsschnell einsatzbereit gehalten werden. Weil der Stab der Brigade derzeit in Wildflecken übe, könne Brigadegeneral Ullrich Spannuth bei dem Empfang nicht anwesend sein. Zudem feiere die Panzerlehrbrigade 9 in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen.

In den Standort Munster und Lüneburg seien im vergangenen Jahr rund 38 Millionen Euro in Bau- und Bauunterhaltungsmaßnahmen investiert worden, sagte Rohde. Die von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen eingeleiteten Trendwenden zu den Bereichen Material, Personal und Finanzen wirkten sich aus. So sei eine 4. Kompanie im Offizieranwärter-Bataillon 1 geschaffen worden, um die erhöhten Einstellungszahlen ausbilden zu können. Diese sei zunächst in Lüneburg angesiedelt, eine Verlegung nach Munster geplant. Im Ausbildungszentrum selbst sei eine neue Inspektion für die Schulung am neuen Schützenpanzer Puma sowie drei zusätzliche Hörsäle für die Heeresaufklärungstruppe geschaffen worden, um den erhöhten Ausbildungsbedarf zu decken. Aufgestockt worden sei auch der zivile Bereich. Nach 16 Stellen im vergangenen Jahr kämen 2018 weitere 33 Tarifbeschäftigte und zwei Beamte beim Bundeswehrdienstleistungszentrum dazu. Die Stadt ist seit Jahren mit mehr als 5000 Soldaten und rund 1500 zivilen Mitarbeitern der größte Standort des Deutschen Heeres.

Um der stark angestiegenen Zahl an Ordnungswidrigkeiten und Straftaten wie Vandalismus und Brandstiftung auf den Truppenübungsplätzen Nord und Süd zu begegnen, würden diese und die Platzrandstraßen rund um die Uhr überwacht. Zur Umbenennung von Kasernen sagte Rohde, dass die Hindenburg-Kaserne ebenso wie die Peter-Bamm-Kaserne nach derzeitiger Entscheidungslage ihre Namen behielten. Die nach dem Wehrmachtsoffizier Adelbert Schulz benannte Schulz-Lutz-Kaserne werde dagegen in Oertzetal-Kaserne umbenannt.

Von Thomas Tschörner

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