Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) ist nach einem „Focus“-Bericht mit seinen Plänen zur Standortsuche für ein Atomendlager im Vorstand der Unions-Bundestagsfraktion auf Kritik gestoßen. Sie entzündete sich dem Magazin zufolge daran, dass er die Erkundung des Salzstocks Gorleben in Niedersachsen als ergebnisoffen bezeichnete und wissenschaftliche Studien zu Alternativen in anderen Gesteinsformationen ankündigte. CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich habe ihn aufgefordert, dies in der Bundestagsfraktion nicht zu wiederholen. Seinen Stellvertreter Max Straubinger zitiert der „Focus“ mit dem Satz: „Keine Diskussion über alternative Standorte, sonst zünden wir die ganze Republik an.“
Die Landesregierungen in Süddeutschland, wo zahlreiche Atommeiler stehen, lehnen den Bau eines Endlagers in ihren Regionen strikt ab. In der Vergangenheit hatte es Überlegungen gegeben, dass sich zum Beispiel auch bestimmte Gesteinsformationen im Schwarzwald als Endlager für hoch radioaktiven Atommüll eignen könnten. Zuletzt hatte Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) eine rasche Entscheidung für den Bau eines Endlagers in Gorleben gefordert. Schließlich sei der Salzstock jahrzehntelang für hunderte Millionen Euro geprüft worden, sagte er am vergangenen Dienstag. „Keiner sagt, dass es eine eindeutig bessere Gesteinformation für die Lagerung hoch radioaktiver Abfälle gibt.“
dpa
Kommentare
Unsere Bazis!! pepeshrek – 21.03.10
Herr Straubinger meint natürlich: Keine Suche von Alternativstandorten in BAYERN !!!Die Länder, in denen der meiste Atommüll produziert wird sind selbstverständlich außen vor ! So sieht man das halt im Freistaat ! Alles an Subventionen, Staatshilfen und Länderfinanzausgleich abgreifen was geht, sein Land damit sanieren und dann andere Länder mit dem Dreck beglücken !
So macht man das im Freistaat, dem Land wo man auch mit zwei Maß Bier noch fahrtüchtig ist !! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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