Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° stark bewölkt

Navigation:
Steinbrück hat zwei Vorträge nicht gemeldet

Honorare Steinbrück hat zwei Vorträge nicht gemeldet

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat seine umstrittenen Vortragshonorare in Höhe von 1,25 Millionen Euro verteidigt. Die Vorwürfe, er sei deswegen abhängig von den Auftraggebern geworden, seien „absurd“, sagte der frühere Finanzminister in Berlin.

Voriger Artikel
Ägyptens Kopten bestimmen neuen Papst
Nächster Artikel
Angela Merkel im HAZ-Interview: „Wem können wir vertrauen?"

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück nimmt in Berlin Stellung zu seinen Nebeneinkünften. Das Gutachten des von ihm beauftragten Prüfers ist im Internet frei zugänglich.

Quelle: dpa

Berlin. Steinbrück bestritt auch Vorwürfe, er habe wegen seiner vielen Vortragsreisen seine eigentliche Arbeit als Bundestagsabgeordneter vernachlässigt. Zugleich räumte er ein, zwei Vorträge nicht korrekt dem Bundestag gemeldet zu haben. Dies werde er zügig nachholen.

Steinbrück erklärte, er habe zwischen 2009 und 2012 insgesamt 89 Vorträge gegen Geld gehalten. Davon seien 74 mit dem „Standardhonorar" seiner Redneragentur von 15.000 Euro vergütet worden, was netto ungefähr 7.300 Euro ausmache. In der gleichen Zeit habe er 237 unentgeltliche Vorträge gehalten, betonte er. In vielen Fällen habe er auf Honorare verzichtet, oder um Spenden zugunsten wohltätiger Zwecke gebeten.

Steinbrück betonte, er werde die Einkünfte aus Buchverträgen nicht veröffentlichen, weil in diesem Fall keine Gefahr von Abhängigkeiten bestehe. Zudem müsse er die Interessen seines Co-Autors beachten. Steinbrück sagte, die vielen Vortrags-Anfragen habe er angenommen „in einer Zeit, als weder die SPD noch ich selbst die Idee hatten, wieder in den Ring zu steigen.“

Zu seinen Fehlzeiten im Bundestag sagte Steinbrück, er sei 2009 und 2010 an sieben Sitzungstagen nicht dagewesen, an denen namentliche Abstimmungen anstanden. 2011 sei er immer dagewesen. Im übrigen sage Abwesenheit im Plenum nicht über „politische Präsenz" aus, betonte er.

Steinbrück hatte am 4. Oktober die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Warth & Klein Grant Thornton AG mit einer Prüfung beauftragt. Steinbrück hat das Gutachten auf der Internetseite der SPD veröffentlicht.

dapd

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Transparenz-Diskussion
Foto: Mehr als 300 Vorträge hat Peer Steinbrück in dieser Wahlperiode gehalten, 89 davon wurden bezahlt.

Es sind 1,25 Millionen Euro, die Peer Steinbrück zwischen 2009 und 2012 verdient hat - als Redner, neben seiner Bundestagstätigkeit. Die genauen Ergebnisse einer Prüfung will er heute vorstellen. Kritiker meinen: Dies müssten alle Abgeordneten tun.

mehr
Anschläge in Paris

©dpa

Die Karikatur des Tages

Zum Schmunzeln und Kopfschütteln: So sehen Karikaturisten die Welt.

24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr