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Basketball-Bundesliga

BG-Hammerwoche beginnt mit Revanche gegen Trier

Den Basketballern der BG Göttingen steht die strapaziöseste Woche der bisherigen Saison bevor. Innerhalb von sieben Tagen müssen sie vier Pflichtspiele absolvieren. Dem Bundesliga-Match am Sonntag um 18 Uhr in der heimischen Lokhalle gegen den TBB Trier folgt am Dienstag, 9. Februar, 19.30 Uhr, die Euro-Challenge-Partie gegen das niederländische Spitzenteam Eiffeltowers Den Bosch an gleicher Stelle. Ebenfalls in der Lokhalle steigt am Donnerstag, 11. Februar, 19.30 Uhr, der BBL-Pokalhit gegen den Deutschen Meister EWE Baskets Oldenburg um den Einzug in das Final Four. Den Schlusspunkt der Hammerwoche setzt die Mannschaft von Trainer John Patrick am Sonnabend, 13. Februar, 20 Uhr, mit dem Bundesligaspiel bei den Giessen 46ers.

Auf dem Weg nach oben: BG-Center Chris McNaughton (Mitte) – hier gegen Triers Drew-Neitzel-Vorgänger Brian Brown – hat nach seiner Verletzungspause zu alter Form zurückgefunden.

© Pförtner
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Patrick weiß um die hohe Belastung für sein Team, sieht sie allerdings in erster Linie als hervorragenden Test für die Bundesliga-Playoffs, in denen die Göttinger ein ähnlicher Spielrhythmus erwarte. „Wir nehmen alle drei Wettbewerbe gleichermaßen ernst und werden alles geben, um jedes dieser Spiele zu gewinnen“, versichert der Coach. Da die Konkurrenten im Kampf um die acht Playoff-Plätze dicht beieinander liegen, dürfe man sich keinen Ausrutscher erlauben.

Im Europapokal-Match gegen die starken Niederländer wollen sich die Veilchen eine gute Ausgangsposition für das Erreichen der Qualifikations-Partie um den Final-Four-Einzug verschaffen und ihre gute Positition im europäischen Vereins-Ranking weiter ausbauen. Aktuell belegt die BG Platz 31 – als zweitbestes deutsches Team hinter Alba Berlin (23) und mit großem Abstand vor Oldenburg (73). „Das ist die beste Platzierung, die eine Göttinger Mannschaft auf internationaler Ebene je erreicht hat“, unterstreicht Patrick mit berechtigtem Stolz.

Auf ihre Heimstärke bauen die in der Bundesliga zu Hause ungeschlagenen Göttinger auch im Pokal gegen Oldenburg. Im ersten Pokalspiel vor heimischer Kulisse seit drei Jahren hoffen sie auf massive Fan-Unterstützung, um sich den Traum zu erfüllen, erstmals in das Final Four einzuziehen, das am 10. und 11. April in der Frankfurter Ballsporthalle ausgetragen wird. „Wir haben innerhalb von zwei Tagen 500 Karten für das Spiel gegen Oldenburg abgesetzt. Das ist ein Superergebnis“, freut sich Pressesprecher Björn-Lars Blank über das große Interesse der Anhänger.

Zunächst aber gilt die Konzentration der Partie am Sonntag gegen Trier. Schließlich will sich die BG unbedingt für die 87:94-Hinspielniederlage revanchieren, für die Patrick die schwache Defensive und die Rebound-Unterlegenheit (24:33) verantwortlich machte. Dass Trier von den letzten zehn Partien nur eine gewonnen hat (78:62 in Düsseldorf), sei kein Grund, die Gäste zu unterschätzen, die zuletzt unglücklich 85:86 gegen Bremerhaven verloren haben. Aufpassen müssen die Veilchen nicht nur auf TBB-Topscorer Copeland (15,2 Punkte im Schnitt; 30 im Hinspiel gegen BG), Teamkamerad des noch für dieses Spiel gesperrten Michael Meeks in Nijmegen, sondern ebenso auf Slam-Dunk-Champion Shuler (12,8), Distanzspezialist Petkoviv, Spielmacher Raivio, Center Evans und den vor einer Woche vom französischen Erstligisten Elan Chalon gekommenen Ex-Quakenbrücker Neitzel.

Sein Debüt vor heimischem Publikum gibt gegen Trier Antoine Jordan, dem seine Teamkameraden wegen seines schaufelnden Wurfstils den Spitznamen Scoop verpasst haben. Da auch Chris Oliver nach seiner Verletzungspause wieder einsatzbereit ist, kann Patrick auf den gesamten Kader zurückgreifen. Die vom Coach geforderte weitere Verstärkung werde es nur geben, wenn bis Ende der Wechselfrist (28. Februar) 100 Prozent eines Spielergehaltes durch zusätzliche Sponsorengelder gedeckt sind, stellt Starting-five-Geschäftsführer Marc Franz klar. „Bislang sind etwa 50 Prozent zusammengekommen. Wir werden auf keinen Fall in Vorleistung gehen, das können wir uns angesichts des knappen Etats nicht leisten“, so Franz.

Von Michael Geisendorf


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