Zyprische Blockade: Limassols Beste, Center Ioannis Giannoulis (links) und Ilian Evtimov, versuchen, BG-Topscorer und -rebounder Jason Boone zu stoppen.
Da Krasnye Krylia Samara sein Heimspiel gegen Den Bosch souverän mit 77:47 für sich entschieden hat und punktgleich mit Göttingen an der Spitze liegt (beide 3:1 Siege), läuft alles auf einen Zweikampf um den Gruppensieg hinaus. Bei zwei noch ausstehenden Spieltagen scheinen Limassol und Den Bosch (beide 1:3) bereits aus dem Rennen zu sein.
Kampflos wollte sich der zyprische Rekordmeister vor der mageren Kulisse von 250 fanatischen Zuschauern allerdings nicht in sein Schicksal ergeben. „Es war ein tolles Spiel, in dem Limassol, frenetisch angefeuert von seinen Fans, alles versucht hat, um zu gewinnen“, berichtete Starting-five-Geschäftsführer Marc Franz. Bis zur Halbzeitpause lieferten sich die Kontrahenten einen spannenden, engen Schlagabtausch, in dem sich kein Team vorentscheidend absetzen konnte.
Zwar sorgten vor allem Jason Boone, der mit 20 Punkten und elf Rebounds ein Double-Double schaffte, Ben Jacobson, Chris McNaughton sowie ab dem zweiten Viertel Taylor Rochestie dafür, dass die Gäste stets in Führung lagen, doch AEL-Center Giannoulis, im Hinspiel verletzt, sowie Taylor und Davis hielten dagegen. Den Grundstein zum Sieg legten die Veilchen, bei denen jetzt auch Chris Oliver und Robert Kulawick aufdrehten, zwischen der 19. und 28. Minute, als sie von 38:36 auf 72:54 davonzogen.
Die Zyprer, deren Spiel jetzt der frühere Frankfurter Ilian Evtimov in die Hand nahm (16 Punkte in der zweiten Halbzeit), kämpften sich zwar im letzten Viertel nochmals auf acht Punkte heran (87:95; 40.), schafften die Wende aber nicht mehr. „Unser Team hat sich von der aufgeheizten Atmosphäre nicht aus der Ruhe bringen lassen und seine Linie bis zum Schluss beibehalten“, lobte Franz. „Angesichts der Umstände hier war es wirklich ein großer Sieg“, pflichtete Patrick bei. Viel Zeit ihn zu feiern, hatten die Göttinger nicht. Knapp drei Stunden nach Spielende checkten sie schon wieder auf dem Flughafen ein, um gegen Mitternacht die Rückreise anzutreten.
Von Michael Geisendorf
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