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Titelkämpfe in einer Trendsportart

Am Kaufpark: Weltmeisterschaften im Headis

Wer oder was ist Headis? Wer diese Frage nicht beantworten kann, sollte sich am Freitag, 30. Juli und Sonnabend, 31. Juli, zum Göttinger Kaufpark begeben. Hier findet die Weltmeisterschaft dieser Trendsportart statt, die eine Art Mischung aus Tischtennis, Kopfballspiel und Tennis ist.

Abwechslungsreiches Trainingslager in Österreich: Mike Hanke, Fußballprofi von Hannover 96, übt sich in Bad Radkersburg im Headis.

© zur Nieden
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Start der vierten Auflage der Headis-WM ist heute um 17 Uhr mit der Qualifikation. Morgen gegen 12 Uhr soll die Endrunde beginnen, und das Finale ist gegen 18 Uhr terminiert.

Erwartet werden am Göttinger Einkaufszentrum rund 100 Teilnehmer, wobei sich Interessierte noch am heutigen Freitag zur Qualifikationsrunde für das Hauptfeld anmelden können – vielleicht tun sich unter den spontanen Teilnehmern ja bisher verborgene Headis-Talente auf. Die Experten auf den Weltranglistenplätzen eins bis 32 sind fürs Hauptfeld gesetzt, unter anderem sind Spieler aus den USA, Russland, Spanien und Portugal vertreten. Neben dem Titelverteidiger Marvin Löscher aus Barsinghausen gilt der Kölner Sportstudent Johannes Höhn als Favorit.

Aber auch die Göttinger Lokalmatadoren Ingo Dansberg, Benjamin Wesche und Christoph Heinecke haben Titelchancen. Christoph Köchy, Fußballfan und Geschäftsführer der Uni-Liga GmbH, der bei der vergangenen WM als bester Göttinger das Viertelfinale erreichte, will versuchen, die Doppelbelastung als Organisator und Teilnehmer möglichst gut wegzustecken.

Geburtsjahr der Trendsportart, die mittlerweile Fußballprofis wie jenen von Hannover 96 in Trainingslagern als willkommene Abwechselung dient, ist das Jahr 2006. Der Saarbrücker Student René Wegner erfand Headis im Freibad, als der Fußballplatz besetzt, dafür aber die Tischtennisplatte frei war. Als Sportstudent entwickelte Wegner die Idee weiter, und auf der Sportmesse Ispo wurde Headis in diesem Jahr zum Trend 2010 gekürt.

WM-Organisator Köchy kam 2008 bei der Weltmeisterschaft in Kaiserslautern zum ersten Mal in Kontakt mit Headis. „Ich fand das irgendwie witzig“, sagt der 30-Jährige. Man tauschte sich aus: Kaiserslautern baute eine Uni-Fußball-Liga auf, Köchy eine Uni-Headis-Liga. Vor allem in Deutschland sei der Trendsport sehr verbreitet – und populär: Sowohl ARD als auch ZDF haben sich in Göttingen angesagt.

Infos im Internet: www.headis.com

  Spielregeln
  Headis ist eine Mischung aus Tischtennis und dem Kopfball des Fußballs. Gespielt wird auf einer Tischtennisplatte mit einem speziellen Gummiball – und nur mit dem Kopf. Das Berühren der Platte, also auch Aufstützen, ist erlaubt, genauso wie eine Direktabnahme des Balls per Volleykopfball. Gespielt werden zwei Gewinnsätze bis elf Punkte.

Von Eduard Warda


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