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Fußball-Kreisliga

Herthaner freuen sich nicht auf ihren Auftaktgegner

Den zweiten Versuch, den Startschuss für die letzte Etappe des Spieljahres 2009/10 zu geben, unternimmt am Sonntag (15 Uhr) die Fußball-Kreisliga.

Trifft wieder auf seinen alten Verein: Seeburgs Torjäger Christian Spohr (links, der im Hinspiel Jannis Schwedhelm enteilt) trug früher selber das Trikot des FC Hertha Hilkerode.

© Walliser
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Sollte tatsächlich zum ersten Mal in diesem Jahr um Punkte gespielt werden können, stünde gleich ein Eichsfeldderby auf dem Programm, denn der Spielplan sieht den Vergleich zwischen Hertha Hilkerode und SV Seeburg vor. Heimrecht hätten zudem SG Obernfeld/Rollshausen und Eintracht Gieboldehausen, während sich der FC Mingerode der Ansetzung zufolge bei Spitzenreiter SV Groß Ellershausen vorstellen müsste.

FC Hertha Hilkerode – SV Seeburg. „Mit Seeburg kommt ein Gegner nach Hilkerode, den man sich nicht unbedingt als Auftaktgegner wünscht“, gibt Herthas Co-Trainer Frank Hundeshagen zu. Die bisherige Saisonbilanz spreche eindeutig für die an dritter Stelle rangierenden Gäste, unterstreicht er.

Dennoch seien alle Spieler „heiß auf das Derby“, versichert Hundeshagen, der aber noch nicht weiß, ob er wirklich alle Akteure einsetzen kann: „Einige schleppen sich noch mit leichten Blessuren herum und können frühestens nach dem Abschlusstraining grünes Licht geben.“ Er geht allerdings fest davon aus, dass jeder Herthaner auf die Zähne beißen wird, um sich dieses Match nicht entgehen zu lassen.
Der „Co“ will die Flinte auch auf keinen Fall schon vorher ins Korn schmeißen: Im Hinspiel habe man sich mit einer Rumpftruppe erst im Endspurt knapp mit 2:3 geschlagen geben müssen, erinnert er. Hundeshagen: „Wenn wir wieder ähnlich konzentriert spielen, einen richtig guten Tag erwischen und auch ein wenig Glück haben, ist vielleicht ein Punktgewinn für unsere junge Truppe drin, was sicher ein großer Erfolg wäre.“

Aus diesem Grund hat Seeburgs Spielertrainer André Stelter seinen Mannschaftskameraden bereits klar gemacht, dass sie sich in Hilkerode nicht auf ihrer Favoritenrolle ausruhen dürfen. Auch in Bestbesetzung (Neuzugang Thomas Kudwien ist einsatzbereit, Lucas Goldmann hat seine Verletzung auskuriert, und Christian Spohr kommt extra einen Tag früher aus dem Urlaub zurück) dürfe man den Tabellenzehnten nicht unterschätzen. Stelter: „Derbys haben ihre eigenen Gesetze, und wir müssen dieses Spiel richtig ernst nehmen.“ Vor allem hofft er, dass die Begegnung tatsächlich stattfinden kann, „weil wir sonst 17 Spiele in drei Monaten bestreiten müssen – und das würde richtig problematisch.“
Eintracht Gieboldehausen – FC Werder Münden. Mit einem 4:0-Sieg über den Kreisklassisten SG Höherberg hat das Kreisliga-Schlusslicht seine Vorbereitung für die in der zweiten Halbserie geplante Aufholjagd abgeschlossen. Gegen den Tabellenelften würde sich die Eintracht gerne für die 1:3-Niederlage im Hinspiel revanchieren, aber die Aussichten auf eine Austragung des Rückspiels sind nach Auskunft von Gieboldehausens Trainer Jörg Geilhaupt „eher mäßig“. Sollte doch gespielt werden können, wisse jeder Spieler, worum es gehe, hebt der Coach hervor: „Wir brennen auf die Rückrunde – da muss ich vor dem Spiel nichts sagen.“ Allerdings müsste Geilhaupt auf Guido Nordmann (verletzt) und Gregor Kroll (krank) verzichten, könnte aber wieder auf Rückkehrer Eduard Derk bauen.

SG Obernfeld/Rollshausen – FC Lindenberg. „Der Platz ist mehr als braun, und wenn es regnet, war es das.“ SG-Teamsprecher Martin Wüstefeld bezweifelt, dass seine an drittletzter Stelle liegende Mannschaft am Sonntag gegen den Tabellenvierten auflaufen kann. Dank der Verstärkung durch Julian Wiesner müsse man den Vergleich mit dem Favoriten trotz der 1:3-Niederlage in der Hinrunde nicht scheuen. Wüstefeld: „Mit der richtigen Einstellung können wir auf jeden Fall einen Punkt holen – und jeder Punkt zählt.“

SV Groß Ellershausen – FC Mingerode. Auf eine „kleine Revanche“ hoffen die Mingeröder im Gastspiel beim Tabellenführer. Sie ärgern sich noch immer über die 2:3-Heimniederlage im ersten Saisonvergleich, die sie sich trotz einer 2:0-Führung gefallen lassen mussten. Auch wenn sich der Spitzenreiter in der Winterpause verstärkt habe, erklärt FC-Betreuer Wolfgang Maur, wolle seine Elf in Bestbesetzung mit einer disziplinierten Kontertaktik einen Zähler ergattern. „Wir sind auswärts derzeit ohnehin stärker und wollen versuchen, über unsere schnellen Leute effektive Nadelstiche zu setzen“, kündigt Maur an.

Von Michael Bohl


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