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Handball-Oberliga

Kontrahenten freuen sich auf heißes Derby

Zu den reizvollsten Begegnungen in der Handball-Oberliga der Männer zählt das Südniedersachsen-Derby zwischen der HG Rosdorf-Grone und der HSG Northeim, das am Sonnabend um 18 Uhr in der Rosdorfer Halle am Siedlungsweg, angepfiffen wird.

Torjäger-Qualitäten gefragt: Christian Brand (am Ball) – hier im Oberliga-Spiel gegen den TSV Barsinghausen – will die HG Rosdorf-Grone zum Heimsieg gegen Northeim führen.

© CR
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„Das könnte ein schnelles und torreiches Spiel werden“, freut sich Mirko Jaissle auf „ein heißes Derby. Wir sind jedenfalls höchst motiviert“, versichert der Trainer der HG, die das Hinspiel in Northeim 24:27 verloren hat. Jaissle zollt dem Gegner großen Respekt, der bis zur Winterpause mit einen tollen Lauf die Liga überraschte.

Nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge ist bei der auf den siebten Platz abgerutschten HSG (23:23 Punkte) jedoch deutliche Ernüchterung eingekehrt. „Es ist also was drin, zumal die Northeimer ja in den letzten Wochen auch nicht mehr überzeugen. Vielleicht ist ein wenig die Luft raus,“ wittert HG-Torjäger Marcus Wuttke Siegeschancen für die HG.

Jedenfalls will der Routinier, der zuletzt zu den erfolgreichsten Werfern (98/5) zählte, in den „Club 100“ einziehen. Dort sind Christian Brand (182/27) und Frederik Brandes (114/42) längst etabliert. „Ich erwarte eine heißes Derby. Um zu gewinnen, müssen wir wieder besser in der Abwehr stehen. Beide Mannschaften kennen sich gut. Von daher wird es keine wirklichen Überraschungen geben. Mit unserem Publikum im Rücken haben wir gute Chancen die Punkte zu behalten“, glaubt Brand, der die HG zum Saisonende verlässt, allerdings noch keinen neuen Verein hat: „Eine Entscheidung wird es bis Ende März geben“, verrät er.

Bis dahin will Jaissle seine ersten Zugänge präsentieren. Fest steht, dass sich der USA-Studienaufenthalt von Jonas Norpoth kurzfristig verzögert hat. Wenn er seine Fußverletzung auskuriert hat, könnte er in der Abwehr nochmals aushelfen: „Eine Option, auf die wir zurückgreifen können“, lässt Jaissle alle Möglichkeiten offen. Vorrangig geht es dem Coach um den Klassenverbleib. Vier Punkte aus noch ausstehenden sieben Spielen sollten dem Zwölften (19:27) bei zwei Absteigern im Normalfall reichen.

Für HSG-Trainer Carsten Barnkothe sind zwei Voraussetzungen entscheidend für den Ausgang des Derbys: „Wir haben schon sehr oft gegeneinander gespielt und dabei reizvolle Partien erlebt. Viel wird von der Form der jeweiligen Torhüter abhängen. Die Mannschaft, die ihr Spiel durchsetzen kann, wird als Sieger vom Platz gehen“, prophezeit er. Tempo ist bei der HSG jedenfalls angesagt. Dabei gelten dem Ex-Rosdorfer Jan Niklas Falkenhain (158/58) und dem weiteren Torjäger Kai Effler (126/8) besondere Aufmerksamkeit.

Von Ferdinand Jacksch


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