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Weender Radsportler siegt in Uelzen

Sinske schafft Sprung in A-Klasse

Radsportler Yannick Sinske vom Tuspo Weende ist ab sofort A-Lizenzfahrer. Der 23-Jährige krönte seine erfolgreiche Saison mit einem Sieg bei der Europäischen Radsportwoche in Uelzen und dem damit verbundenen Aufstieg in die höchste Deutsche Amateurklasse.

Startet nun in der höchsten deutschen Amateurklasse: Yannick Sinske vom Tuspo Weende.

© EF
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Göttingen. „Wenn ich ehrlich bin, habe ich schon vergangene Woche zu meiner Freundin gesagt, dass ich nach Uelzen fahre, um als A-Fahrer zurückzukehren“, verriet Sinske, der im 60 Kilometer langen Rennen von Beginn an seine angriffslustige Fahrweise unter Beweis stellte.

Bereits nach der Hälfte des Rennens setzte er sich vom 40-köpfigen Hauptfeld ab, wurde mit seinen vier Begleitern jedoch kurze Zeit später wieder eingeholt. „Zehn Kilometer vor dem Ende habe ich dann meine Karten auf den Tisch gelegt und einen Prämiensprint genutzt, um mich erneut vom Feld zu lösen“, erzählte Sinske. Aussagen seiner Konkurrenten zufolge sei er in der Folge „gefahren wie ein Moped“, berichtete er lächelnd – und fügte an: „Auch ich habe gemerkt, dass mein Motor wieder ordentlich brummt.“ So gelang es lediglich Tim Peter (Hamburg), Sinskes Hinterrad zu halten. Das Duo harmonierte in der Folge hervorragend. „Ich hätte mir auch eine Alleinfahrt zugetraut, war aber nicht traurig, noch einen Begleiter dabei zu haben“, so der Tuspo-Fahrer.

800 Meter vor dem Ziel setzte Sinske eine neuerliche Attacke, um seinen Konkurrenten abzuschütteln. Dass sein Plan aufging, habe ihn keineswegs überrascht: „Solche Attacken zähle ich zu meinen Stärken.“ Letztlich überquerte der Tusporaner 31 Sekunden vor dem Hauptfeld die Ziellinie.

Indem Sinske am Folgetag beim Zeitfahren über 26 Kilometer, das in strömendem Regen ausgetragen wurde, Vierter wurde, entschied er auch das Gesamtklassement der Europäischen Radsportwoche für sich. „Mit dem Sieg in der Tasche hatte ich natürlich auch die beste Ausgangsposition“, gab er sich bescheiden.

Dass er in der kommenden Saison im Kampf gegen die besten deutschen Amateurfahrer einen schweren Stand hat, ist dem 23-Jährigen klar. Drei Top-Ten-Platzierungen oder einen Sieg benötigt er, um den Klassenverbleib sicher zu stellen. „Das wird schon eine Herausforderung. Aber wenn ich mich weiterhin steigern kann, dann sollte das machbar sein“, ist der Göttinger optimistisch – und das nicht ohne Grund: Als C-Lizenzfahrer in die Saison 2011 gestartet, legte Sinske einen Durchmarsch hin, der Seltenheitswert hat. Tuspo hat nun drei von bundesweit rund 280 A-Lizenzfahrern in seinen Reihen, dazu vier B-Fahrer – eine Tatsache, die Abteilungsleiter Holger Buch stolz macht: „Das gab es in Göttingen noch nie. Unsere Arbeit trägt Früchte, deshalb muss uns um die Zukunft nicht bange sein.“

Besonders angetan sei er davon, „dass praktisch alle Fahrer Eigengewächse sind“.

Von Timo Holloway


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