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Auch mehr Interesse in Deutschland

Super Bowl: 111 Millionen Amerikaner verfolgen das Finale


In den USA ist der Super Bowl jedes Jahr die beliebteste TV-Sendung. In Deutschland gucken vergleichsweise wenige das Sport-Event. Doch 2011 ist die Zahl der Zuschauer überraschend stark gestiegen.
Greenbays Verteidiger Nick Collins feiert seine Mannschaft.

Greenbays Verteidiger Nick Collins feiert seine Mannschaft.

© dpa

Der Super Bowl 2011 ist die meistgesehene Sendung in der US-Fernsehgeschichte. Im Schnitt 111 Millionen Menschen verfolgten das Endspiel der National Football League NFL am Sonntagabend (Ortszeit) beim Sender Fox, das die Green Bay Packers gegen Rekordmeister Pittsburgh Steelers mit 31:25 gewannen. Das teilte das Marktforschungsunternehmen Nielsen Media Research mit.

Die ARD-Übertragung des Top-Ereignisses im American Football sahen in Deutschland nach Angaben von Media Control 870 000 Menschen, was zur Sendezeit in der Nacht zum Montag einem Marktanteil von 19,2 Prozent entsprach. Im vergangenen Jahr hatte der Superbowl in Deutschland nur rund 550 000 Zuschauer (12,6 Prozent), 2009 sogar nur 340 000 Zuschauer (9,7 Prozent).

In den USA wurde die bisherige Bestmarke von 106,5 Millionen Zuschauern übertroffen, die der Super Bowl im Vorjahr für den Sender CBS geholt hatte. Der Super Bowl 2010 hatte wiederum die letzte Folge der Erfolgsserie „MASH“ von 1983 vom amerikanischen Quoten-Thron gefegt, die damals 105,5 Millionen Zuschauer zum Einschalten des Senders CBS bewegt hatte.

Unter den sechs meistgesehenen TV-Sendungen in der Geschichte des US-Fernsehens befinden sich fünf Super Bowls: Neben 2011 und 2010 tauchen noch der Super bowl 2009 (NBC: 98,7 Millionen Zuschauer), der Super Bowl 2008 (Fox: 97,4 Millionen) sowie der Super Bowl 1996 (NBC:94,1 Millionen) in der Liste auf.

In Deutschland stellten die Marktforscher das steigende Interesse vor allem in der Zielgruppe der 20- bis 29-Jährigen fest. Hier verfolgten 300 000 Fans die Übertragung - rund 160 000 mehr als noch 2010. Der Marktanteil stieg von 24,2 auf 40,9 Prozent.

Der durchschnittliche Marktanteil bei den Männern ab 14 Jahren war mit 25,9 Prozent höher als bei Frauen (10,5 Prozent). Im Vergleich der Bundesländer gab es in Sachsen-Anhalt (37,8 Prozent) und Rheinland-Pfalz (37,0 Prozent) die höchsten Werte.

dpa

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