Göttingen. Vor 3500 Zuschauern setzte sich Top-Favoritin Hanka Kupfernagel schnell vom Hauptfeld ab. Nur die junge Allgäuerin Sabrina Schweizer konnte ihr anfangs folgen. Ab der zweiten Runde fuhr Kupfernagel aber ein kontrolliertes Rennen von vorn und gewann ihren elften Meistertitel. Brüchmann fuhr gemeinsam mit der sonst bei Straßenrennen startenden Trixi Worrack heran. Die Positionen wechselten, lange Zeit schien Brüchmanns Kampf um das Podium aussichtsreich, doch am Ende fehlten die Körner, um noch in die Medaillenränge zu fahren.
Kurzfristig war die 21-Jährige sogar auf Position zwei. „Wir sind viel zusammen gefahren, erst am Ende musste ich abreißen lassen, da fehlt mir die Ausdauer“, sagt Brüchmann. In den letzten Runden machten Worrack und Schweizer das Rennen um Platz zwei unter sich aus. Hinter Kupfernagel kam Worrack auf den zweiten Rang.
„Ich bin sehr zufrieden mit meiner Platzierung“, unterstrich Brüchmann. „Die drei vor mir sind alle Profis, und ich war in dieser Saison viel krank. Das merkt man gerade am Ende solch eines Rennens.“ Die aus Buchholz in der Nordheide stammende Radsportlerin trainiert seit eineinhalb Jahren neben ihrer Physiotherapie-Ausbildung – eine immense Doppelbelastung. Aus diesem Grund strahlte sie nach dem Rennen besonders: „Vierter Platz, das heißt: Ich fahre zur WM.“
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